Deep Search – Experten sprechen über die Zukunft der digitalen Suche
28.10.2008 | 19:57 Uhr | Alter: 11 Jahre

Konferenz zur gesellschaftlichen Rolle von Google & Co

am 8. November in Wien


world-information.org/wii/deep_search/


Angesichts der Informationsexplosion reicht es nicht, dass Daten nützlich

sind. Sie müssen vor allem auch auffindbar und zugänglich sein. In nur

wenigen Jahren wurden Suchmaschinen als zentrales Orientierungsinstrument

im Internet unverzichtbar. Sie sind mittlerweile Voraussetzung, die

unüberschaubare Menge an Informationen im Internet praktisch nutzbar zu

machen.

Kaum ein Dienst wird heutzutage so häufig genutzt wie Suchmaschinen. Viele

können sich ein Leben ohne Google & Co kaum mehr vorstellen. Im Rahmen der

Konferenz "Deep Search", die am 8. November 2008 vom Wiener World-

Information Institute veranstaltet wird, sprechen internationale Experten

und Expertinnen aus den Bereichen Wissenschaft, Medien und Kunst über die

Bedeutung von digitalen Suchmaschinen und deren gesellschaftspolitische

Auswirkungen.

Den Auftakt wird Keynote-Speaker Paul Duguid, a.o. Professor der

Universität Berkeley, bilden. In seinem Vortrag über die historischen

Perspektiven von Suchmaschinen erläutert er den "Traum" des Menschen vom

universellen Wissen und der perfekten Information. Dazu ergänzend wird

Claire Lobet-Maris, Professorin am Computer Science Institute der

Universität Namur (Belgien), einen Überblick über die aktuellen Debatten zu

den Auswirkungen der neuen digitalen Suchmöglichkeiten auf die Gesellschaft

geben.

Von vielen Internetnutzerinnen und -nutzern oft unbedacht sind die

bürgerrechtlichen Aspekte in Zusammenhang mit digitalen Suchmaschinen.

Gerhard Reischl, österreichischer IT-Journalist und Autor des Buches "Die

Google-Falle", sowie Joris van Hobroken vom Institut für Informationsrecht

an der Universität Amsterdam betrachten in ihren Beiträgen die

Suchmaschinen im Spannungsfeld zwischen freier Meinungsäußerung und dem

Recht auf Privatsphäre, oder die rasch anwachsende gesellschaftspolitische

Macht von Google durch seine Vorherrschaft im Internet.

Schon immer gab es eine enge Verbindung zwischen Wissen und Machtausübung.

Über das Wissen und die Macht von Suchmaschinen sprechen Theo Röhle

(Institut Medien und Kommunikation an der Uni Hamburg) und Bernhard Rieder,

Professor an der Saint-Denis-Universität in Paris. Neben einer kritischen

Betrachtung werden beide auch mögliche Alternativen und Lösungsansätze

vorbringen, wie die zentrale Rolle von Suchmaschinen mit einer

demokratischen Wissensordnung vereinbar sein kann.

Den Abschluss der Konferenz bilden Richard Rogers, Vorsitzender des

Instituts für New Media und Digital Culture an der Universität Amsterdam,

sowie der Medienkünstler Gon Zifroni sowie die Medienkünstlerin Tsila

Hassine, ebenfalls aus Amsterdam. In ihren Vorträgen untersuchen sie die

visuellen Politiken der Informationspräsentation durch die Suchmaschinen

(Treffer-Liste) und bringen Vorschläge, wie die Daten dargestellt werden

können, um neue und ansonsten verborgene Zusammenhänge sichtbar zu machen.


"Deep Search" - The digital future of finding out

Conference Editors: Konrad Becker und Felix Stalder, World-Information

Institute

Zeit: Samstag, 8. November 2008, 10.30 Uhr bis 20.00 Uhr

Ort: Austria Trend Hotel Savoyen Vienna, Rennweg 16, 1030 Wien

Detailierte Informationen unter world-information.org/deepsearch


Die Konferenz findet in Kooperation mit IRF Symposium 2008 statt:

www.ir-facility.org/symposium.


Zur Dokumentation der Konferenz erscheint ein gleichnamiger Sammelband im

Studienverlag (Sommer 2009).



Veranstalter:

Das World-Information Institute wird vom Wiener Institut für Neue

Kulturtechnologien getragen und arbeitet in einem globalen Netzwerk von

PartnerInnen und ExpertInnen im Bereich Informations- und

Kommunikationstechnologien.



Rückfragehinweis:

Institut für Neue Kulturtechnologien/t0

Lehargasse 11/1/8, A-1060 Vienna

E-Mail: office at t0.or.at

Web: t0.or.at

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