Besprechungen

26. Februar 2009
Sabine Falk und Christoph Schäfer

"You have to deal with the corrupt apparatus of culture"

Three members of the Critical Art Ensemble from Buffalo/USA were interviewed about their contribution to the exhibition »Natur/Kultur", last year in Wilhelmsburg. How are they dealing with the influence of those, who finance a show? The artists are explaining their concept of tactical media, referring literally to decades of experience. [mehr]
21. Februar 2009
Annette Wehrmann

Vorsprechen im Schauspielhaus

Annette Wehrmann war vom Regisseur Volker Lösch bereits für den Chor der Arbeitslosen im Marat-Stück am Deutschen Schauspielhaus engagiert, als sie ihre Mitarbeit absagte. Sie bietet uns nun einen Blick hinter die Kulissen. [mehr]
31. März 2009
Anna-Lena Wenzel

Kontrollierte Virtualitäten und virtuelle Kontrollen

Kontrolle und Virtualität waren die zwei Stichwörter eines umfangreichen Symposions an der Hochschule für Bildende Künste (HfBK), das vom 3. bis 8. November in Hamburg stattfand und von der HfBK (Prof. Hans-Joachim Lenger, Prof. Michaela Ott, Sarah Speck, Harald Strauß), der Universität Basel (Prof. Georg Christoph Tholen) und der Universität Paris VIII - Saint Denis (Prof. Alain Brossat) konzipiert und durchgeführt wurde. [mehr]
15. Februar 2009
Barbara Uppenkamp

Hamburgs fliegender Holländer...

...oder wie ein Bauprojekt zum Geisterschiff wird und den Hamburger Senat gefangen nimmt. Die Kunsthistorikerin Barbara Uppenkamp recherchiert die Entwicklung des Bauvorhabens »Elbphilharmonie« im Hamburger Hafen und findet gute Gründe, welche für diese Architektur sprechen. Die Autorin stellt detailliert den ästhetischen Masterplan vor und eröffnet damit die Debatte über "Elphie" auf THE THING Hamburg. Das neue Wahrzeichen der Hansestadt scheint zur Dauerbaustelle zu werden. Allerdings wohl nicht ohne das Kalkül der Architekten Herzog und de Meuron, deren Monumentalentwürfe für nachträgliche Kostenexplosionen bekannt sind. Doch wie genau nimmt die Stadt Hamburg ihre Verantwortung gegenüber den BürgerInnen, wenn sie weiterhin dieses »Millionengrab« verteidigt?  [mehr]
21. Februar 2009
Ann-Kathrin Stoltenhoff

Einen Euro für Hamburgs Kultur!

Der Beitrag über 1-Euro-Jobs im Hamburger Kulturbereich basiert auf Interviews mit Betroffenen, mit Roland Kohsiek von ver.di, Dr. Jürgen Bönig, dem Direktor des Museums der Arbeit und zieht eine eindeutige und ernüchternde Bilanz. [mehr]
1. Februar 2009
Torsten Michaelsen

"Hamburg muss brennen!"

Bei der Premiere von Volker Löschs Interpretation des Stückes „Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats, dargestellt durch die Schauspielgruppe des Hospizes zu Chareton, unter der Anleitung des Herrn de Sade“ von Peter Weiss im Hamburger Schauspielhaus gab es (fast) einen Skandal. Die Kultursenatorin Karin von Welck intervenierte beim Intendanten Friedrich Schirmer, dass dieser die Verlesung der Namen und Adressen der reichsten Hamburger durch den aus Hartz IV-Empfängern gebildeten Chor am Ende des Stückes verhindern möge. Nach der Verlesung haben einige der genannten eine einstweilige Verfügung bewirkt. Das bürgerliche Theater als spezifischer, sensibler öffentlicher Raum - die Namen waren im Manager Magazin längst veröffentlicht - wurde ebenso sichtbar wie die Möglichkeiten eines Theaters, das nicht auf Repräsentation, sondern auf das nicht-bürgerliche Mittel des Chors setzt. Torsten Michaelsen analysiert für THE THING "Marat, was ist aus deiner Revolution geworden". [mehr]
16. Januar 2009
Tim Stüttgen und Tom Holert

Regieren im Bildraum

In seinem neuen Buch „Regieren im Bildraum“ beschreibt der Kunsthistoriker und Kulturwissenschaftler Tom Holert anhand von Einzelanalysen die Veränderungen, die in der globalen Bildsprache seit dem 11. September 2001 stattgefunden haben. Holert, der sich seit den 90er Jahren mit Bildpolitik und visueller Repräsentation beschäftigt, untersucht wie die Macht der Bilder auf den Ebenen von Politik, Kultur und Medien verhandelt wird. Bildbedeutungen sind im 21. Jahrhundert nicht festgeschrieben, sondern werden fortlaufend neu definiert und können so immer wieder anderen Interessen dienen.  [mehr]
4. April 2009
Jorn Ebner

Meistermaler und Tantiemen

Zur Ausstellung »Originale und andere Fälschungen« im Edith-Ruß-Haus für Medienkunst in Oldenburg [mehr]
1. Januar 2009
Torsten Michaelsen, Ole Frahm

Schatzinsel mit Konsensfabrik – wie Hamburg seine “innere Peripherie” kapitalisiert und welche Rolle die Kunst dabei spielt

Wilhelmsburg ist eine stachlige Frucht für Hamburger Künstler und Künstlerinnen. Neben der Not der existenziellen Grundversorgung durch Auftragsarbeit, bleibt die Frage: Wer macht mit bei der Gentrifizierung – und, wenn ja: wie macht man mit? Der Senat fördert seit 2007 gezielt Kunst und Kultur in Wilhelmsburg. Er nimmt dabei seine unternehmerische, nicht aber seine soziale Verantwortung wahr: Kultur verschafft ein besseres Image für die Umwandlung des Stadtteils. Mitmachen sollen am besten alle, denn wer sich engagiert, ist schon halb gewonnen.  [mehr]
1. Januar 2009
Dirck Möllmann

Wechseln – Schneiden - Legen. Interview mit Eske Schlüters

Die künstlerischen Materialien von Eske Schlüters sind in erster Linie Filmeinstellungen, die sie neu montiert und teilweise auch im Detail bearbeitet. Durch die so entstehenden Collagen aus Bild, Text, Ton und in der gesprochenen Sprache entwickelt sie Vorführsituationen mit einem oder mehreren Projektionen. Das Zeigen und das Zugänglichmachen haben nach ihrem Kunstverständnis den gleichen Stellenwert wie das projizierte Bild selbst. Durch ihre Auswahl der Bildzitate und dem Arrangement der Rezeptionssituation, sofern sie auf diese Einfluss nehmen kann, kommt implizit eine politische Haltung zum Ausdruck.  [mehr]
18. Dezember 2008
Max Hinderer und Regina Sarreiter

Berlijn stinkt

Nun wird das Berliner Schloss also wirklich wieder aufgebaut? Vor einigen Wochen wurde der Sieger des Architekturwettbewerbs öffentlich bekannt gegeben; die Ausstellung aller Wettbewerbsbeiträge wird wegen großer Nachfrage verlängert. Derweil sich Experten und Bürger über die Originaltreue der Fassaden austauschen, versuchen Andere die Fassadenhülle zu füllen. Die groß angekündigte und bereits weitgereiste „Tropen-Ausstellung“ im Martin Gropius Bau sollte ein Testlauf für das neue Humboldt-Forum im Schloss werden. In dieser Ausstellung werden, so die Kuratoren, Objekte der Tropen endlich einmal nicht marginalisiert und exotisiert, sondern gleichberechtigt in den Mittelpunkt gerückt, neben andern modernen künstlerischen Werken gezeigt. Somit scheinen allerdings jahrelange Diskussionen über Differenz und (post)koloniale Machtverhältnisse wie ignoriert und auch sonst ist die Ausstellung, laut Kommentaren von Max Hinderer und anderern Besuchern, eher misslungen.  [mehr]
21. Dezember 2008
Heike Breitenfeld

Review der Ausstellung »Kultur/Natur« im Rahmen des IBA-Kunstsommers 2008

Heike Breitenfeld läßt die von der IBA finanzierte Ausstellung »Kultur/Natur« noch einmal Revue passieren. Ausführlich und nicht ohne (Selbst-)Ironie schildert die »Kunsttouristin« alle Stationen dieser Veranstaltung. Auf dem Fahrrad nimmt sie uns mit zu den demnächst vertriebenen, türkischen Kleingartenbesitzern, setzt sich neben eine teilnehmende Künstlerin im »realen Peutegrund« und reflektiert über »Synergieeffekte« und Besucherhorden in und um Wilhelmsburg.  [mehr]
3. Dezember 2008
Sabine Falk

Des Pudels Reisen

In Fragen der Gentrifizierung durch Kunstprojekte ist des Pudels Kern ein wenig sichtbar geworden, an jenem Augustabend im Pudel Club Salon. Nun ging der Pudel auf Reisen. Am 10. Oktober 2008 lud Michel Chevalier zu einem Treffen in seinen Laden von »unlimited liability« ein. »Mit oder gegen Gentrifizierung?« lautete das Motto der Veranstaltung. Die Moderatorin Nicole Vrenegor eröffnete die Debatte mit der These, dass eine Position des »Für« und des »Gegen« Gentrifizierung innerhalb der Kunstkonzepte möglich sei. Hitzig wurde diskutiert, welche Kriterien erfüllt sein müssten, damit Kunst im Rahmen einer Stadtteilaufwertung nicht vereinnahmt werden kann.  [mehr]
30. November 2008
Ann-Kathrin Stoltenhoff

Gender und Design

Ann-Kathrin Stoltenhoff berichtet über die Veranstaltung Gender und Design, die innerhalb einer Reihe von Vorträgen im Museum für Völkerkunde im Oktober in Hamburg stattfand. Im Anschluss sprach sie mit einer der Vortragenden, Professor Dr. Uta Brandes, über das Thema. [mehr]
19. November 2008
Dirck Möllmann

Zeigen heißt bewahren – wie wird Kunst politisch?

Am vergangenen Wochenende ging in der Lüneburger Halle für Kunst eine ungewöhnliche Ausstellung zu Ende. Eine achtköpfige Gruppe von Künstler/innen, Kurator/innen und Theoretiker/innen widmete sich im gemeinsam kuratierten Projekt dem “Zeigen”. Die vierte Ausstellung der beiden neuen Leiter der h_f_k, Eva Birkenstock und Hannes Loichinger, stellt ein Gruppenkollektiv ohne Namen vor, das seit gut 2 Jahren zusammen arbeitet und dem sie beide angehören. Wer was gemacht hat, wird nicht benannt. Das Politische zeigt sich im Umgang mit den Zeichen, es verzichtet auf die plakative Botschaft.  [mehr]
13. November 2008
Jean-Claude Moineau

"CONTRE L’ART GLOBAL, pour un art sans identité"

2007 erschien in dem Pariser Verlag è®e das Buch "CONTRE L’ART GLOBAL, pour un art sans identité" von Jean-Claude Moineau. In vierzehn Kapiteln widmet sich der Autor darin der Frage, wie die Fortsetzbarkeit einer Kunst zu denken ist, die sich von der von ihm so genannten „globalen Kunst“ abgrenzt. The Thing freut sich, durch die Übersetzung zweier Kapitel ins Englisch von Michel Chevalier seinen LeserInnen einen Ausschnitt der aktuellen kunstheoretische Debatte in Frankreich geben zu können.

Jean-Claude Moineau's "CONTRE L’ART GLOBAL, pour un art sans identité" was published last year by Paris-based è®e. In the course of fourteen chapters the author considers the question of how art could continue while clearly breaking from the current tendency he designates "global art." The Thing is pleased to present two English-language translations that will give readers an idea of ongoing art-theoretical debates in France. [mehr]
2. November 2008
Ulrike Bergermann

Die beste Auslese. Qualitätsmedien und Heiden-Reich-Ranicki

Ein Kommentar zu quoten-generierender (Pseudo-)Fernseh-Kritik. [mehr]
29. Oktober 2008
Tina Petersen, Sabine Mohr, Hinrich Gross und Erich Pick

Im FRISE-Style

Wenn man 1,4 Millionen Euro braucht, aber kein Geld hat, ist guter Rat nicht immer teuer. Die 40 Künstler der „FRISE“ gründeten die erste Künstler-Gensossenschaft Hamburgs und sicherten sich so ihre Produktionsstätte in Ottensen. Pioniergeist bewiesen sie schon einmal: 1977 von 20 Leuten gegründet, residierte ihr Vorgänger, das erste Künstlerhaus Hamburgs 25 Jahre in der Weidenallee. 2002 kam die Kündigung, aber 2004 ging es im ehemaligen Friseurinstitut in der Arnoldstraße weiter. Doch kaum waren die 1600 Quadratmeter der „FRISE“ fertig renoviert und die Ateliers bezogen, sollte das Haus verkauft werden. Die Frisen hatten’s satt, nahmen ihr Schicksal in die eigene Hand ¬– und wollen nun als Bespiel Schule machen. [mehr]
3. November 2008
Anke Haarmann / Harald Lemke / Kathrin Wildner

"... aus Wilhelmsburg rausfahren"

In dem Interview mit den diesjährigen Kuratoren des von der IBA initiierten "Wilhelmsburger Elbsommers", Anke Haarmann und Halrald Lemke, geht es nicht so sehr um das von ihnen konzipierte Programm, das sie unter dem Titel „Kultur | Natur“ organisiert haben, sondern viel mehr um ihre Arbeitsweise vor Ort, die Auseinandersetzungen mit der IBA um Kontrolle, um die Kritik von Wilhelmsburgern und um die Möglichkeiten der Kunst in der Stadtplanung überhaupt. Mit interdisziplinären Arbeitsweisen versuchten die beiden Kuratoren Instrumente der künstlerischen Praxis in der Stadtentwicklung einzuführen und anzuwenden, den Begriff der Partizipation nicht weiter als leere Hülle mitzuschleifen, sondern mit Praxis zu füllen. Sie agierten auch als Informationsvermittler oder Mediatoren zwischen den image-orientierten Positionen der IBA, den Vorstellungen der Bewohner und den Ansprüchen der Künstler. [mehr]
20. Oktober 2008
Dirk Dobke und Herbert Hossmann

Wahnsinn in Tüten

Ein Gespräch zwischen Dr. Dirk Dobke und Herbert Hossmann über den Künstler Dieter Roth, dessen höchst vergängliche Kunst und wie die Stadt Hamburg und die Dieter Roth Foundation damit umgehen.  [mehr]
25. September 2008
Boris Nieslony, Rahel Puffert und Sabine Falk

Bindemittel in der Performancekunst

Boris Nieslony aus Köln ist seit 40 Jahren Performancekünstler. Parallel zu dieser Praxis hat er ein umfangreiches Archivsystem und Installationen zur Erforschung von Handlungs- und Bewegungsmustern und Organsationsprozessen von KünstlerInnen entwickelt. Nieslony hat die Performancebewegung in Deutschland maßgeblich geprägt und Anfang der 80er Jahre die Gruppe Black Market International mitbegründet. Das Gespräch mit Nieslony fand am 14. August 08, direkt im Anschluß an seinen Auftritt in Hamburg bei unlimited liability statt.  [mehr]
1. Oktober 2008
Dirck Möllmann / Kathrin Wildner

OK – Cut!

Die Redaktion von THE THING stellt sich unter der Rubrik "Interne Verkettung" in loser Folge selbst vor. Durch die Plauderei aus dem Nähkästchen werden die eigenen Motive und die Arbeit an der Informationsplattform transparenter gemacht. Dirck Möllmann und Kathrin Wildner sprachen miteinander über ihre Erfahrungen mit Medien und Öffentlichkeit, über Kritik, Schärfe, Scheu und Vielstimmigkeit.  [mehr]
17. September 2008
Sybille Bauriedl, durbahn, Chris Regn

Bildwechsel – Dachverband für frauen / medien / kultur in Hamburg

Bildwechsel wurde 1979 in Hamburg gegründet, um mehr Präsenz von Frauen in den audiovisuellen Medien zu erreichen. Künstlerinnenarchiv und Videokollektion dienen seit dem als Basis für Vernetzung, Austausch, Repräsentation und Aktion in Hamburg und international. The thing sprach mit durbahn und Chris Regn über Ansprüche an einen Off-Kunstraum Ende der 1970er Jahre und Heute. [mehr]
25. September 2008
Sabine Falk

Des Pudels Kern

Am 18. August 2008 fand im Pudel Club Salon ein informelles Treffen statt zum Thema Gentrifizierung, IBA und Instrumentalisierung von KünstlerInnen und Intellektuellen. Nachdem viele Anwesende den besagten Abend als Rückschritt zum Stand der Diskussion vom Herbst 2007 erlebt haben und verschiedentlich der Wunsch nach einer Nachbereitung geäußert wurde, möchte ich hiermit die Gelegenheit geben, einige Kritikpunkte der weiteren Debatte zur Verfügung zu stellen. Eine Nachlässigkeit oder eine Stagnation kann sich die Hamburger Künstlerschaft in dieser Frage wohl schwerlich leisten, angesichts des wachsenden Drucks von Seiten der Wirtschaft und der neoliberalen Kulturpolitik des Senats. In einem ersten Schritt lud ich 10 TeilnehmerInnen der damaligen Diskussion ein. Sieben von ihnen haben bereits einen ersten Kommentar geschrieben. Die KommentatorInnen wurden danach ausgewählt, möglichst einander entgegen gesetzte und verschiedene Positionen einzunehmen.  [mehr]
10. September 2008
Hans-Christian Dany

Und jetzt alle im Kreis – Zur Steuerungstechnologie Open Space

Von der eigenen Erfahrung zu berichten, ist zu einem wertvollen Gut in der heutigen Medien- und Informationsgesellschaft geworden. Immer häufiger dient das authentisch aufgezeichnete Wort im Interview oder der erzählende Erlebnisbericht dazu, die vermeintlich echte Person hinter einer ihrer sozialen Rollen hervortreten zu lassen. Informelle Transparenz soll neuen Durchblick gewähren, um Verhalten besser einschätzen zu können. Das täuscht über mögliche Abhängigkeiten hinweg und ist langfristig kostengünstiger, so etwas haben auch heutige Wirtschaftsunternehmen erkannt. Anlass für Hans-Christian Danys Überlegungen war die so genannte "Erste Hamburger Künstlerkonferenz", ausgerichtet von der Kampnagel Fabrik und dem Kunstverein in Hamburg am 14. Juni 2008 und Jan Holtmanns Bericht darüber auf THE THING. Die Open-Space-Technologie wurde auf dieser Tagung für die überwiegend freiberuflich produzierende Hamburgische Künstlerschaft angewandt. Dany stellt in seinem Beitrag einen Zusammenhang zwischen Kybernetik, Kontrollgesellschaft und der Open Space Technologie her. Die Beiträge sind nacheinander in der Redaktion eingegangen und werden jetzt zeitgleich veröffentlicht. [mehr]
12. September 2008
Tim Stüttgen

SCIENCE OF HORROR: Regisseurin Katharina Klewinghaus im Interview mit Tim Stüttgen

In ihrem 80minütigen Essayfilm SCIENCE OF HORROR der gerade durch das Land tourt, bringt die Regisseurin Katharina Klewinghaus die selten verwendeten Stränge des Slasher-Horrorfilms und der feministischen Filmtheorie zueinander. Doch anstatt darin eine No-Horror-Kritik (im Stile von Alice Schwarzers „No Porno“-Kampagne) zu erleben, erwartet die Zuschauer eine vielschichtige Analyse zum Genre, insbesondere des Slasher-Horrors, die auch bei feministischen und queeren Theoretikerinnen wie Linda Williams, Judith Halberstam oder Carol Clover viel Fantum und Begeisterung jenseits der feministischen Kritikklischees (Gewalt gegen Frauen, Horror ist böse usw...) generiert. Zwischen vielen Talking Heads und Genre-Stars (Bruce Campbell, John Carpenter, Wes Craven), einer Handvoll klassischen Schockerfilmsamples und lustig-ironischen Animationen beweist Klewinghaus das Gefühl für gelungenes Infotainment und kluge dramaturgische Montagen, in denen die Regisseure und Theoretikerinnen in Dialog mit den Bildern treten – und auch in widersprüchliche Positionen zueinander.  [mehr]
11. September 2008
Jan Holtmann

In Erwartung des Open Space 2.0

Im Oktober startet das Festival zum Standort: „Wir nennen es Hamburg“. Damit sich alle Künstlerinnen und Künstler der Hansestadt eingeschlossen fühlen dürfen und das „Wir“ nicht nur die Frage „Wer?“ provoziert oder jemand nach Geld fragt, haben die ausrichtenden Institutionen Kampnagel und Hamburger Kunstverein Anfang Juni zur angeblich „Ersten Hamburger Künstlerkonferenz“ offen eingeladen. Ganz nach dem Motto: „Wer dazugehören will, kann dazugehören“ – und wer nicht dazugehören will, darf draußen bleiben. Jan Holtmann berichtet für THE THING von dem ‚Open Space’ – einer Konferenz-Technologie, die vorrangig im Wirtschafts-Managment angewandt wird, um die Belegschaft weichzuspülen. Ist das Gleiche mit den Hamburger KünstlerInnen geschehen? Oder ist vielleicht nicht alles Humbug und eine konsequente Anwendung der ‚Open Space’-Technologie legte sogar nahe, Institutionen wie den Kunstverein und Kampnagel grundlegend in Frage zu stellen? Welches wären dann die Institutionen künstlerischer Praxis? [mehr]
1. September 2008
Max Hinderer

Ähnliches und Mögliches im Filmmuseum Düsseldorf und bei Eske Schlüters im Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen

Von Walter Benjamin bis Susan Sontag wurde die Fotografie/ der Film immer wieder gerne mit dem Tod in Zusammenhang gebracht. Von Mai bis Juli liefen in Düsseldorf zwei Ausstellungen parallel, die eine unerwartete Kommunikation zueinander unterhalten. Die Sonderausstellung im Filmmuseum Düsseldorf „Die Kunst des Sterbens – Todesbilder im Film“ (19.04. – 13.07.) und Eske Schlüters’ Ausstellung „Ähnliches und Mögliches – Levels of Enactment“ (03.05. – 20.07.) im Düsseldorfer Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen. Beide richten ihre Aufmerksamkeit zwar inhaltlich (auch) auf das Thema „Tod“. Die Verbindung basiert aber vielleicht eher auf einem reflexiven Moment des formalen Bezugsrahmens, und erschließt sich so vor allem durch die Anschlussfähigkeit an ein traditionelles Motiv der kritischen Filmtheorie. Überlegungen zu einem Missing Link von Max Hinderer [mehr]
12. August 2008
Ulrike Bergermann, Felix Axster

Maßstäbe. Von Größenordnungen und Modellierungen im Internationalen Maritimen Museum Hamburg

Das Logo des Internationalen Maritimen Museums Hamburg reist um die Welt: auf Eroberungstour? Das Motto „Schifffahrtsgeschichte ist Menschheitsgeschichte“: Leitmotiv des Museums? Modelle: vermitteln sie zwischen Allgemeinem und Besonderem? Und: Welches Geschichtsbild, welche Art und Weise der Geschichts- schreibung kommt im Museum zum Ausdruck? Bei diesem Beitrag handelt es sich um einen (leicht überarbeiteten) Vortrag, den wir am 19. Juli 2008 im Rahmen der von Feld für Kunst organisierten Veranstaltungsreihe „Wo der Krieg wohnt“ in der Galerie Linda gehalten haben. Thema des Beitrags ist eine Besprechung und Kritik der seit Ende Juni 2008 eröffneten Ausstellung im Internationalen Maritimen Museum Hamburg, die die Schiffssammlung des ehemaligen Springer-Vorsitzen- den Peter Tamm zeigt; der Hamburger Senat hat für den Museumsort in der Hafencity, den Kaispeicher B, 30 Millionen Euro bewilligt, ohne dass es ein Ausstellungskonzept oder irgendeine Mitbestimmung zur Ausstellungsgestaltung gäbe. Wir haben uns hier im Wesentlichen auf die Ausstellung, ihre Inhalte, ihre Geschichtsschreibung und ihre Inszenierungsstrategien konzentriert und die Reaktionen und Nicht-Reaktionen seitens der Hamburger Lokalpolitik auf die u.a. in überregionalen Tageszeitungen geäußerte vehemente Kritik nach der Eröffnung des Museums nicht eigens thematisiert. [mehr]
7. August 2008
Rahel Puffert und Cornelia Sollfrank

Die passende Struktur erfinden

Der zweite Beitrag zum Thema "Interne Verkettung", in dem die beiden Gründungsmitglieder von THE THING über die Notwendigkeit sprechen, eigene Strukturen zu entwickeln. [mehr]
25. Juli 2008
Jérôme Guigue, Rahel Puffert

Sticky Works

Jérôme Guigue hat bereits zweimal in Hamburg ausgestellt. Zuletzt im Rahmen von "Wir sind woanders" im Trottoir, wo er mit weiteren 9 KünstlerInnen der Générale in Paris vertreten war. La Générale war ursprünglich ein von KünstlerInnen besetztes, altes Fabrikgbäude inmitten von Belleville. Das Gebäude, in dem ca. 100 Künstler lebten und arbeiten, wurde 2007 geräumt. Von der Stadt wurde den KünstlerInnen eine leerstehende Keramikmanufaktur im Westen von Paris zugewiesen. Rahel Puffert hat Jérôme Guigue besucht und mit ihm über seine Arbeit und die Situation in La Générale gesprochen. [mehr]
24. Juli 2008
Kerstin Stakemeier, Rahel Puffert, Kathrin Wildner

Aktualisierungsraum

Für ein Jahr, zwischen Mai 2007 und April 2008, betrieben Kerstin Stakemeier und Nina Köller das nicht kommerzielle Kunst- und Ausstellungsprojekt „Aktualisierungsraum“ in der Talstrasse auf St. Pauli. In 12 Ausstellungen und Workshops wurden Fragmente aus der Vergangenheit von KünstlerInnen und ProduztentInnen herausgelöst und nach ihrem Potential für die Gegenwart untersucht. Rahel Puffert und Kathrin Wildner führten ein Interview mit Kerstin Stakemeyer um Fragen nach den Möglichkeiten und Grenzen politsicher Arbeit im Kunstfeld. [mehr]
21. Juli 2008
Ulrich Mattes

Schonzeit vor der großen Abschöpfung

Die Zukunft der Großen Bergstraße in Altona wird nun von 2 Hochsitzen aus diskutiert. Wir laden ein zur Schonzeit, einer Veranstaltungsreihe vor der Blinzelbar von Judith Haman und Oliver Zorn ... [mehr]
8. Juli 2008
Rahel Puffert

Aus der Überforderung lernen

Die aktuelle Rothko-Retrospektive nimmt Rahel Puffert zum Anlass, die letzten drei großen Ausstellungen, die Hubertus Gaßner in der Hamburger Kunsthalle kuratierte, Revue passieren zu lassen. Wie wurden Caspar David Friedrich, Kasimir Malewitsch und Mark Rothko kontextualisiert? Was für ein Kunst(geschichts-)verständnis liegt den Ausstellungen zugrunde? [mehr]
30. Juni 2008
Britta Lange

Krieg ausstellen

The Thing dokumentiert anläßlich der Eröffnung des 'Internationalen Maritimen Museums' in Hamburg einen Vortrag der Kultur- und Kunstwissenschaftlerin Britta Lange. Er wurde am 20. Juni 2008 im Rahmen der Veranstaltung 'Wo der Krieg wohnt' des Vereins 'feld für kunst' gehalten. Uns erscheint die Historisierung dieser Ausstellung, ihres Gedenkens an 'deutsche Helden' in einer Zeit unerlässlich, in der das deutsche Militär international tätig ist und in Afghanistan just seine Kontingente erhöht hat.  [mehr]
27. Juni 2008
Tranquillium Maritime Photography

Seeschlacht – eine Bildstrecke

Maritimer Demokratischer Protest aus Anlass der Eröffnung des "International Maritime Museum Hamburg" am 25.Juni 2006 – das "Schwabinggrad Ballett" an Bord der "Gothmund". [mehr]
22. Juni 2008
Michel Chevalier

Invitations turned down to businessman's new biennial

In this day and age where art must often suffer for its use for non-art ends, and that the contextualization of works' presentation often runs counter to their artistic content, refusal is often the only method left to maintain artistic integrity. However—due it's very nature—a refusal to participate in an exhibition is a mostly invisible gesture. Taking the "Biennale de Rennes" as a point of departure, Chevalier addresses this topic and helps publicize the politics-of-refusal of a few cultural producers. ///// In Zeiten, in denen Kunst für vielerei kunstfremde Zwecke herhalten muss und die Kontextualierung ihrer Präsentation nicht selten den gezeigten künstlerischen Inhalten zuwiderläuft, ist die Absage manchmal das einzige Mittel, um künstlerische Integrität zu bewahren. Allerdings liegt es in der Natur der Sache, dass die Absage als Geste meist unerkannt bleibt. Am Beispiel der "Biennale de Rennes" greift Michel Chevalier das Thema auf und verhilft der Absagepolitik einiger Künstler zur Veröffentlichung. [mehr]
10. Juni 2008
Nana Petzet und Rahel Puffert

»Ich bin Bouvard und Pécuchet«

Die in Hamburg lebende Künstlerin Nana Petzet erläutert im Gespräch mit Rahel Puffert ihre Arbeit. Dabei geht es um Petztets Verhältnis zur Wissenschaft und ihr Verständnis von künstlerischer Forschung, um die Grenzen der Konservierung, Kaninchen, Quantenmechanik und monochrome Malerei. Und um eine indirekte Art, das Kunstsystem auf die Probe zu stellen.  [mehr]
7. Juni 2008
Dirck Möllmann

Was tun? Bildpolitik gegen Nazis

Der Symbolklau geht um. Am 1. Mai 2008 protestierte ein Aktionsbündnis gegen einen behördlich genehmigten Naziaufmarsch in Barmbek. Es zeigte sich in den Medien und auf der Straße, dass eine strategische Aneignung linker Erkennungs- zeichen durch rechte gewalttätige Gruppen Schule macht. Ihr Outfit ähnelt sich vom Palästinensertuch bis zur Blockbildung. Der Demo erprobte „schwarze Block“ ist nicht länger ein Markenzeichen linker Autonomer, sondern entpuppt sich als das formale Resultat begleitender staatlicherZwangsmaß-nahmen, das mit gegensätzlichen Inhalten bestückt sein kann. „Autonome“ Nationalisten kopieren das Auftreten der militanten Linken und eignen sich Zeichen des antifaschis- tischen Widerstands an. Man blickt nun auch im radikalen Milieu kaum noch durch, wessen Klamotte für was steht. Eine Bildpolitik gegen Nazis scheint notwendig zu werden und war Diskussionsgegenstand in der Vorbereitung des antifaschistischen LKW-Konzerts. [mehr]
5. Juni 2008
Karin Missy Paule und Jörn Müller

»Es muss mehrere Perspektiven geben«

Die Gruppe »Feld für Kunst« nimmt die Eröffnung des »Maritimen Museums« zum Anlass für ihr diesjähriges Programm »Wo der Krieg wohnt«. Eine Reihe von Vorträgen, Performances und Interventionen setzt sich mit dem Krieg, speziell dem Krieg auf den Meeren auseinander. Im Interview erzählt Karin Missy Paule vom »Feld für Kunst« über die kulturpolitisch motivierte Kritik am Tamm-Museum, über die Arbeit vom »Feld für Kunst« und über den Gegenwind, der der Gruppe schon vor Auftakt ihrer diesjährigen Veranstaltungen entgegenwehte. [mehr]
12. Mai 2008
Anna Tuschling

Maschinenkunst, gegen ihre Ausstellung verteidigt

KUNSTMASCHINEN/MASCHINENKUNST – die umfassende Ausstellung ist noch bis zum 29. Juni 08 im Museum Tinguely in Basel zu sehen. Anna Tuschling war dort und hätte sich für viele der ausgestellten Arbeiten einen anderen Rahmen gewünscht... [mehr]
1. Mai 2008
Nicole Vrenegor

Right to the City

In Berlin fand vom 11. bis zum 13. April die Konferenz „Right to the City. Soziale Kämpfe in der neoliberalen Stadt“ statt. Veranstalter der Konferenz war der BUKO-Arbeitsschwerpunkt StadtRaum in Kooperation mit der Rosa Luxemburg Stiftung. Nicole Vrenegor war dort und berichtet vom Verlauf und der Diskussion, bei der es immer wieder auch um Hamburger Themen ging.  [mehr]
29. März 2008
Rahel Puffert

Hört Hamburg auf?

Dodo Schielein und Heiner Metzger im Gespräch über Hamburgs musikalische Landschaften am Rande offizieller Förderung, das Festival blurred edges, die Schwierigkeiten der Vermittlung experimentellen Schaffens und so manches mehr. [mehr]
14. März 2008
Christoph Haferburg

wandsbektransformance - Die Transformation traditioneller Traumstätten

Eine Ausstellung im Kunsthaus Hamburg begibt sich gegenwärtig auf die Suche nach kolonialen Spuren in Hamburg-Wandsbek. Den MacherInnen geht es dabei nicht nur um eine vielfältige künstlerische Aufarbeitung von Denkmälern und Erinnerungsfragmenten, sondern auch um ein emanzipatorisches postkoloniales Projekt: an Alltagsorten verankerte Mythen erfahren hier eine zeit-räumliche Neu-Aneignung. [mehr]
10. März 2008
Ulrich Mattes

dipl.vision

Diskurse wollen bisweilen nicht nur mit Geschichten sondern mit Schicksalen unterfüttert sein, sonst bleiben sie für viele Zeitgenossen hohle Theorie. Politische Forderungen seitens der Künstlerschaft werden – wenn’s ums Geld geht – auch in der Hansestadt Hamburg aus Unkenntnis künstlerischer Handlungs- und Lebensformen gerne als marginale Vergnügungen kleiner Gruppierungen diskreditiert, die im großen Haushalt vernachlässigbar sind. Die wenigen Politiker/innen, die sich in ihren Parteien als »Kulturbeauftragte« betätigen, sind dort ohnehin »Exoten« mit schwerem Stand und gerade sie brauchen Erfahrungsberichte jenseits politischer Manifeste, um mit Sachkenntnis »geldwerte« Argumentationen in den eigenen Reihen führen zu können. Eine schlagkräftige Lobby, die den Politiker/innen die Argumente ins Sprechzimmer trägt, kann sich aufgrund der disparaten künstlerischen Einzelpositionen naturgemäß nicht bilden: Das ist der Preis der historisch gewonnenen Vielfalt – jede/r Künstler/in stellt praktisch einen eigenen Berufsentwurf vor. Und doch bilden sie alle zusammen das Image einer Metropole. Ulrich Mattes sucht die individuellen Biografien aus der Welt der hanseatischen Kunstproduktion und welcher Anlass wäre geeigneter, als die Präsentation der Diplomand/innen der HfbK, der Hochschule für Bildende Künste am Lerchenfeld? [mehr]
8. März 2008
Ulrich Mattes

wandsbektransformance - Rundgang mit Jokinen

Jokinen, die Initiatorin des Projektes »wandsbektransformance« führt durch die Ausstellung im Hamburger Kunsthaus und spricht dabei über die ausgestellten Arbeiten. Ulrich Mattes hat sie mit Aufnahmegerät und Fotokamera begleitet. Entstanden ist ein sehr persönliches Porträt der Ausstellung, audiovisuell aufbereitet. Die etwa 30-minütige »Tonbildschau« zeigt Eindrücke und Hintergründe zu der Ausstellung. [mehr]
3. März 2008
Ole Frahm

Speed: Der Druck des Postfordismus

Hans-Christian Danys Essay 'Speed. Eine Gesellschaft auf Droge'.  [mehr]
7. März 2008
Sabine Falk

Einfache Ufos

Die Hamburger Künstlerin Annette Wehrmann war im letzten Jahr vertreten bei „Münster Skulpurenprojekte 2007“, „Work Fiction“ im Wolfsburger Kunstverein und bei „A portrait of the artist as a researcher“ im Museumsquartier in Wien. Im Interview mit Sabine Falk bezieht sie Stellung zu Kunst im öffentlichen Raum und zu neoliberaler Stadtpolitik. Weitere Themen sind unter anderem die mediale Wahrnehmung von erfolgreichen KünstlerInnen in und aus Hamburg und die Bedeutung von Independent Strukturen und Künstlergenerationen. Annette Wehrmann offenbart ihre Konzepte in einer eingehenden Diskussion zur Münsteraner Arbeit „Aaspa – Wellness am See“ und zu „S.C.U.M. (Ufo für V.Solanas)“ in Wolfsburg. Der Einsatz einer Fake-Strategie und einer authentizistisch amutenden Malerei beispielsweise wird hier kontrovers diskutiert im Hinblick auf eine Ästhetik, die sich offenbar seit den 80er Jahren verselbstständigt zu haben scheint. Die zahlreichen Abbildungen von Arbeiten aus den letzten Jahren geben visuell einen ersten Eindruck von Annette Wehrmanns Position. [mehr]
9. Februar 2008
Cornelia Sollfrank und Chrisdian Wittenburg

Ständig verlagert sich deine Sehnsucht von der einen Welt in die andere

Von Januar bis September 2007 führte der Hamburger Künstler Chrisdian Wittenburg alias ELAY Egoyan Tagebuch über seine Erfahrungen im Second Life. Cornelia Sollfrank unterhielt sich zum Abschluss seines Tagebuch-Projektes mit ihm.  [mehr]
6. Februar 2008
Chrisdian Wittenburg

(Second) Life is a stage

Eine Betrachtung von „Helden auf Helgeland“ von Henrik Ibsen im Deutschen Schauspielhaus [mehr]
31. Januar 2008
Anna-Lena Wenzel

Stile der Stadt

St. Pauli wird für die Kunst immer wieder interessant. Bis zum 1. Februar läuft die zweite Folge von 'Stile der Stadt' mit einem ambitionierten Videoprogramm in der Clemens-Schulz-Strasse. Für The Thing hat Anna-Lena Wenzel sich in dem temporär bespielten Raum umgeschaut. [mehr]
13. Januar 2008
Sonja Mönkedieck

Auch meine schlechten Eigenschaften möchten arbeiten!

"Brigitta Kuster und Renate Lorenz zeigen, dass Arbeit auch eine sexuelle Dimension besitzt und Sexualität einen Arbeitsaufwand mit sich bringt." Sonja Mönkedieck stellt das Buch "sexuell arbeiten: eine queere perspektive auf arbeit und prekäres leben" der beiden Autorinnen vor.  [mehr]
12. Januar 2008
Tim Stüttgen

In der Substanzialisierungsfalle

Anstatt einer Rezension entschied Tim Stüttgen das neu erschienene Buch "Gefährliche Substanzen. Zum Verhältnis von Kritik und Kunst" zum Anlaß zu nehmen, ein Gespräch mit dem Autor zu führen. Helmut Draxler stellt seinen Ansatz vor, erläutert die verwendeten Begrifflichkeiten und umreißt seine theoretischen Grundannahmen. [mehr]
21. Dezember 2007
Peter Weibel

Die Frage der Fotografie im Wiener Aktionismus

In dem 1995 erschienenen Text untersucht Peter Weibel die Rolle der Fotografie beim Wiener Aktionismus und beschreibt, wie ein auf das autonome Künstlersubjekt fixierter bürgerlicher Kunstbetrieb in Kollaboration mit Künstlern das emanzipatorische Potenzial der Fotografie auszuheblen vermochte.  [mehr]
5. Dezember 2007
Wiebke Johannsen

»petit«. Tonia Kudrass’ Arbeit an Groß und Klein im Künstlerhaus einseins

Die Ausstellung »petit« von Tonia Kudrass arbeitete mit einer Werbefigur, die auf Aral-Tankstellen-Dächern stand: einem aufblasbaren Becher mit der Aufschrift »petit bistro«. Wiebke Johannsen spricht dementsprechend über die Raststätte und das Erhabene im Aufblasen. [mehr]
25. November 2007
Max Hinderer, Tim Stüttgen

Grindhouse Double Feature

Max Hinderer und Tim Stüttgen unterhalten sich über Sex, MGs als Krücke und Materialismus im Kino von Tarantino/Rodriguez. [mehr]
18. November 2007
Frank Wörler

Der verdrängte Eichmann

Die jüngste Ausgabe des Magazins WISSEN der Süddeutschen Zeitung veranlasste Frank Wörler zu einer medienkritischen Stellungnahme. Etwas, wozu THE THING geradezu prädestiniert ist, fanden wir. Die exemplarische Analyse des Hefts nutzt Wörler, um vor dem Hintergrund der allerorts behaupteten "Wissengesellschaft" sehr eindringlich einen Umgang mit Wissen einzufordern, der weder geschichtslos noch um seine ethische Dimension verlegen ist. [mehr]
28. Oktober 2007
Lily Wittenburg

Wasser von Wasser trennen

Lily Wittenburg nimmt die Eröffnungsveranstaltung von wirsindwoanders im ehemaligen Karstadt Gebäude zum Anlass über die Aneignung von Räumen nachzudenken. Wie müsste ein Raum – oder eben ein Ort der Kunst – gestaltet sein, in dem ein Sprechen möglich ist? [mehr]
28. Oktober 2007
Anne Vogelpohl

Wilhelmsburg – Ein Stadtteil als Labor?

Weiterhin geistern Fragen um Funktion, Ziel und Folgen der "IBA Wilhelmsburg" durch zersteut stattfindende Diskussionen. Anne Vogelpohl nahm an dem „IBA-Labor: Kunst und Stadtentwicklung“ teil und bewertet aus der Perspektive der Kulturgeographin die aktuellen Ansätze der Stadtplanung, die Partizipationsmöglichkeiten der lokalen Bevölkerung und die Inszenierungen der Experten – PlanerInnen wie KünstlerInnen. Sie argumentiert für eine maßvolle (dabei prototypische) Planung unter den Prämissen der komplexen sozialen Stadt und der Förderung der Selbstaktivierung des Stadtteils. Dieser Beitrag auf The Thing als ein Anfang für weitere Kommentare und andere Widersprüche auf dem Weg zu einer Verdichtung der Diskussion um Kunst und Stadt. [mehr]
14. Oktober 2007
Katrin Jäger

Wo ist anders

Bis zum 28.10.2007 läuft das zweite European Art Festival „wir sind woanders“ in Hamburg. Das vollständige Programm steht im Internet unter www.wirsindwoanders.de [mehr]
13. August 2008
Michel Chevalier and Cornelia Sollfrank

»Unlimited Liability« (english)

An art shop that won't sell to rich people. A conversation between Michel Chevalier and Cornelia Sollfrank [mehr]
1. Oktober 2007
Michel Chevalier und Cornelia Sollfrank

»Unlimited Liability«

– eine Kunsthandlung, die nicht an Reiche verkauft. Gespräch zwischen Michel Chevalier und Cornelia Sollfrank  [mehr]
14. August 2007
Michel Chevalier

Bagio: Bagio II (Fristlos) CD (Fidel Bastro)

Zum ersten Mal auf THe THING Hamburg: eine Musikrezension! Voilà. [mehr]
5. August 2007
Cornelia Sollfrank

Schlechtes Wetter und schlechte Ausstellung

Was bewegt einen wider besseres Wissen an einer documenta-Eröffnung teilzunehmen? Cornelia Sollfrank schildert, wie sie die Eröffnung und den ersten Tag der Kasseler Großausstellung wahrgenommen hat und denkt darüber nach, was sie eigentlich von der documenta erwartet hat. [mehr]
1. Juli 2007
Renate Wieser

Tagung Ästhetik und Politik

"Ästhetik und Politik" ist nicht nur der Titel einer Tagung, die die HfbK vom 31.5.-1.6.07 in Anlehnung an Thesen von Jacques Rancière veranstaltete - vor dem Hintergrund des aktuellen Boykotts diskutiert Renate Wieser die Vorträge und die begleitende Ausstellung in weiteren politischen und theoretischen Perspektiven. [mehr]
26. Juli 2007
Tim Stüttgen

Männlichkeit als performative Praxis

Ist Dirty Harry etwa natürlicher als Madonna? Performance Studies heißt auch: für solche Fragen die richtigen Theoretisierungen finden. Tim Stüttgen berichtet für THE THING Hamburg über ein Symposion zu Konstruktionen und Performance von Männlichkeit, das im Fachbereich Bewegungswissenschaften an der Universität Hamburg stattfand. [mehr]
27. Juni 2007
Margarita Tsomou

Performing »Performance«

Margarita Tsomou war bei der Präsentation der Abschlussarbeiten des neuen Hamburger Studienganges »Performance Studies« auf Kampnagel zugegen. Präsentiert wurden Perfomances, die offensichtlich durchwirkt von ihrer institutionellen Rahmung, die Frage nach dem Verhältnis des Genres und Lehr-und Lernfomen aufkommen ließen. [mehr]
13. Mai 2007
Tina Fritsche

Euromayday 2007 – Fotos

Heraus zum 1. Mai: Der Euromayday dieses Jahr u.a. mit Schwerpunkten zum Boykott von Studiengebühren, Ehen und anderen SuperheldInnentaten [mehr]
Christiane Wehr

Freiheit in Unfreiheit? Judith Butler und ein Workshop

Was passiert, wenn Freiheit unter Zwang, also unter Bedingungen der Unfreiheit, durchgesetzt wird? Wie lassen sich Freiheit und Menschenrechte verankern, wenn beide normativen Bedingungen und kulturellen Einschränkungen unterliegen? Und was passiert mit Forderungen nach der 'Freiheit' sexueller Identitäten und Praktiken, wenn diese zur Durchsetzung westlicher Hegemonien benutzt werden? Diese Fragen diskutierte die us-amerikanische Philosophin Judith Butler im Mai 2007 auf Einladung des Instituts für Queer Theory. [mehr]
28. April 2007
Tim Stüttgen

Speech DJing: Die Sprache als Geräusch und / oder die Rede als Geschichte

Ein Interview mit dem DJ-Künstler-Duo Lengerer/Gal zu Sound und Sprache, der Arbeit mit historischen Tonaufnahmen, Autorschaft und Vinylarchiven [mehr]
26. April 2007
Florian Sprenger

Bildhafter Lichtschein – Eine Tagung in Dortmund diskursiviert die Holographie

Die Holografie ist ein ganz besonderes Bildmedium, das nur mit bestimmtem Lichteinfall und von bestimmten Blickwinkeln aus sichtbar ist. Das bedeutet eine Herausforderung für Medientheorie: Was ist das für ein Bild? Was für ein Speicher? Zwischen Physikgeschichte, Technik, Kunst und Wissen diskutierte eine Tagung der Dortmunder DASA im April 2007 die entsprechenden Sichtbarkeiten. [mehr]
23. Februar 2007
Florian Sprenger

Re-reading Mcluhan

Marshall McLuhan (1911-1980) gilt als Pop-Philosoph, als Medienpapst, als verwirrter Sonderling, als visionärer Prophet. Mit Büchern wie Understanding Media – The Extensions of Man, Die Gutenberg-Galaxis oder Die mechanische Braut etablierte er als Vorreiter eine Wissenschaft, die die Rolle von Medien für die Kultur in den Mittelpunkt stellt. Was das bedeutet, und was McLuhan noch alles sein kann, untersuchte eine Tagung, die vom 14.-18.2.07 in Bayreuth stattfand. [mehr]
6. Februar 2007
Ole Frahm

Philosophie ohne Eigentum: Glas von Jacques Derrida

Nach 33 Jahren ist Glas von Jacques Derrida erschienen, ein Buch das sich nicht klassifizieren lässt und gerade deshalb die Lektüre wert ist. [mehr]
12. Januar 2007
Tim Stüttgen

Gelungen vergeschlechtlicht vom Bilderlesen Sprechen

Zum Symposium "Visuelle Lektüren“an der HfbK Hamburg (17./18.11.2006) [mehr]
29. Dezember 2006
Michel Chevalier

"I'm dreaming of a white Christmas..." Tino Sehgal at the Kunstverein in Hamburg

Tino Sehgals Weihnachtsausstellung zum "Thema Fortschritt" (Dziewior) gibt Michel Chevalier Gelegenheit, über Sehgals radikalen Anspruch auf eine "immaterielle" Praxis zu reflektieren. Welche Beziehung hat diese zu der 30jährigen Geschichte von Dematerialisierung in der Kunst? Und inwiefern ist die Arbeit spezifisch für den Kunstvereinskontext – insbesondere nach den letzen drei Vollversammlungen? Chevalier argumentiert, dass Sehgals Arbeit insbesondere vor dem Hintergrund von kooptativen und "neu-pastoralen" (Lakel/Trémeau) Tendenzen im Kunstmarkt zu verstehen ist und zeigt ihre enge Beziehung zum Netzwerk-Kapitalismus auf. [mehr]
12. November 2006
Ole Frahm

„Et la longue marche continue.“

Wie ist eine Revolution ohne Avantgarde möglich? – Das ist die entscheidende Frage, die Lu Jie indirekt in seinen Ausführungen über das Long March Project stellt. [mehr]
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