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31. Dezember 2007

zuckers und magnum

netzschritt 1: hawaii
netzschritt 2: geschichte hawaiis
netzschritt 3: hawaii in der literatur
netzschritt 4: hawaii im film
netzschritt 5: magnum in hawaii



draußen ist es grau. noch grauer. die feuchtigkeit der kalten luft dringt unter jede noch so außentaugliche moderne treckingkleidung. der kälte ist das vlies egal.
fluchtträume werden bunter. warum nicht hawaii. vulkane, meer und thomas magnum, p.i.

netzschritt 1: hawaii
brauner hintergrund und mindestens vier verschiedene schriftgrößen, animierte flaggen und laufende schriftbänder machen die hawaii-info seite zu einem echtem klassiker der selbstgemachten reiseinfos. egal, über welche region der welt man etwas wissen möchte, immer findet man solche perlen des grafischen grauens. das moderne an dieser sind die google-anzeigen, die prominent am rechten rand der seite dargestellt auf die gegenwart des web 2.0 verweisen. wenn man sich daran gewöhnt hat, dass das grau hinter den scheiben nun durch ein hässliches beige-braun auf dem bildschirm akzentuiert wird, kann man die informationen der seite auswerten und erste eindrücke von hawaii gewinnen. laut der info-seite ist es im winter durschnittlich 26 grad warm und im sommer 30. hier hingegen fängt es gerade an zu nieseln und zuckers ist zwischen dem wunsch nach schnee und dem wunsch nach hibiskusblüten unter palmenhainen hin und hergerissen. honolulu, die haupstadt der inseln, liegt auf oahu und somit auf der drittgrößten insel, auf der etwa achtzig prozent der hawaiianer leben.

gestalterisch um ein vielfaches erträglicher und ausgezeichnet durch eine immerhin stringent durchgeführte navigation ist "ingrids seite" eine wahre fundgrube an grundlegenden informationen über die inseln. nicht nur, dass man hier lernen kann, wie man einen lei bindet und schwein im erdofen zubereitet, nein, auch der hula und tausende von anderen dingen sind hier liebe- und mühevoll dargestellt und netzangemessen aufbereitet. ingrid sieht auf einem bild ein bisschen so aus als könnte sie die schwester eines freundes von mir sein, aber das tut ja nichts zur sache, jedenfalls kommt sie aus köln, ist rheinlandfan und ihrem mann michael sehr dankbar für seine hilfe. außerdem scheinen sie beide eine echte hawaiivorliebe zu haben, denn jede der inseln wird auf den orchideengeschmückten seiten ausführlich vorgestellt.

netzschritt 2: geschichte hawaiis
wenn ich ohne das netz an hawaiis geschichte denke, dann fallen mir ein paar sachen ein. das gehört sich ja auch so für eine ausgewiesene hbb. hin. also, ich denke an den vulkanischen ursprung der inseln, den sie ja mit der eifel gemeinsam haben und an pearl harbour. dazwischen aber kommen nur so leise fetzen aus den abenteuerromanen meiner kindheit, wo seemänner nach langer, gefährlicher reise an den stränden der insel meist buchstäblich strandeten um dann in einem wundervollen happy end von frauen mit blumengirlanden in empfang genommen zu werden. wenn ich es jetzt betrachte, dann hat für mich wohl jede seefahrt ihr ende auf hawaii gehabt. auch moby dick. obwohl das nicht wahr ist. bei achim hennigs erfahre ich die ersten etwas genaueren informationen. die inseln wurden weder von kapitän ahab, der mannschaft der bounty, robinson noch von kapitän cook besiedelt, sondern ca. 500 nach christus von ungenannten polynesiern. warum die keine namen haben, scheint offensichtlich, die interessieren einfach leute wie achim nicht. der erste mit vollem namen genannte entdecker der insel ist dann 1778 james cook.und mit ihm startete die ausführlich dokumentierte geschichtsschreibung des archipels. es geschahen die üblichen dinge. missionare, walfänger und händler brachten krankheiten und unruhe auf die inseln. dann wurden ihre erben zu großgrundbesitzern und verdienten ein höllengeld und so weiter und so fort. 1875 wurde pearl harbour im gegenzug zu einem freihandelsabkommen für zuckerrohr an die usa überlassen. 1893 wurde die letzte hawaiianische königin, queen liliuokalani, von us-amerikanern entmachtet, die daraufhin eine neue regierung bildeten und die republik hawaii ausriefen. ein hoch der demokratie.
offiziell zu den usa gehörte hawaii ab 1898 und der vormalige selbsternannte präsident sanford b. dole wurde zum gouverneur während sein verwandter james dole die ananasproduktion ausweitet.
1941 wird pearl harbour von japanischen flugzeugen bombardiert und die usa treten in reaktion darauf in den zweiten weltkrieg ein. als gleichberechtiger staat wird hawaii erst 1959 in den verbund der usa aufgenommen. wer nun mehr über die hawaiianische geschichte wissen will, kann über: die offiziele tourismus webseite der inseln, den weg zu einigen hawaiianischen museen finden.


netzschritt 3: hawaii in der literatur
nicht jeder schritt führt zu reichhaltigen wissensbissen. hier findet sich nicht viel, und das, wo alleine doch schon die krimiliebhaberin weiß, dass marcia muller sharon mc cone in einem ihrer abenteuer die geschichte einer alten hawaiianischen familie aufklären lässt. auf den meisten webseiten gibt es neben reisebüchern nicht viel mehr zu finden und so stellen die 12 einträge auf wikipedia noch den besten überblick dar.
aber zur hawaiianischen literatur wird man fündig, und zwar gibt es dazu im netz eine ganze 274 seiten starke dissertation, die zumindest im überfliegen einen guten einstieg in die moderne literatur des inselarchipels gibt. der link soll euch nicht vorenthalten werden und tatatata hier ist er:
hawaiianische literatur


netzschritt 4: hawaii im film

gut, über die geschichte hawaiis sind wir nun ein bisschen schlauer, und dass missionare gerne mal die masern und andere fiese krankheiten eingeschleppt haben, ist nicht nur auf hawaii passiert.
aber das ist lange her und gehört mit zur finsteren geschichte des kolonialismus. und von dem hätte man gerne, dass er vorbei sei und es wird auch immer gesagt, dass er vorbei ist, und tatsächlich werden auch keine länder mehr mit der begründung erobert, dass sie zivilisiert werden müssen, und wenn die eroberung fertig ist, gehören sie dann den eroberern, aber weder die ausbeutung der ehemaligen kolonien noch der koloniale blick sind vorbei. und letzteres ist wirklich immer wieder erstaunlich. vor ein oder zwei jahren gab es zum beispiel tatsächlich in einem zoo, ich glaube es war in stuttgart eine wiederauflage der völkerschauen, und selbst nach vielen protesten von aufgebrachten bürgern verweigerten sich die macherInnen der erkenntnis, dass es vielleicht ein wenig menschenfeindlich sein könnte, was sie da konzipiert hatten. dieses "das andere" zu konstruieren und die konstruktion dann der neugier als wissen preiszugeben, um beim zuschauer identitätsstärkung und selbstzufriedenheit zu produzieren, gehört zu einem der hauptmechanismen des kolonialen blicks, wie mir eine befreundete historikerin noch vorgestern an meinem resopalwohnzimmertisch erklärte. und dann nur zwei tage später (was für eine rechenleistung) finde ich bei netzschritt 4 folgende einleitung zu einer vierteiligen dokuserie des ersten programms: "Deutschland im Jahr 2005. Kaum Arbeit, wenig Hoffnung, viel Gejammer. Von einem glücklichen Leben fühlen sich viele Deutsche weit entfernt. Dabei geht es uns gar nicht so schlecht – zumindest im Vergleich zu den meisten anderen Menschen auf der Welt. Sind wir verwöhnt? Oder haben wir verlernt, glücklich zu sein?"
ein teil der vier sendungen spielt auf hawaii und dort darf man lernen, "Das Leben der Hawaiianer ist nicht immer leicht: Die Lebenshaltungskosten sind erheblich höher als auf dem Festland. Hawaii ist – trotz der großen Entfernung – stark abhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung der USA und den Herkunftsländern seiner Touristen. Zudem hat Hawaii mit den Problemen des Massentourismus zu kämpfen. Besonders schlecht geht es den Ureinwohnern, viele sind arbeitslos und haben kein Dach über dem Kopf. Das Leben im Paradies ist eben nicht für alle das Paradies." da möchte man doch vor der selbstgefälligkeit der produzentInnen dieser reihe schnell weglaufen, und wenn schon nicht aus dem grau direkt nach waikiki, dann immerhin auf webseiten, wo waikiki eine rolle spielt. bevpor wir das allerdings tun, sei noch gesagt, dass die ard wenigstens noch die menge der hawaiianischen inseln beschreibt. es sind 137 inseln, von denen nur sieben bewohnt sind. einige von ihnen beherbergen noch aktive vulkane und der kilauea ist der aktivste vulkan der welt. aber jetzt weg da und hin zu den tollen serien. es gibt eine staffel baywatch auf hawaii. es gibt hawaii 05 als krimiserie, lost wurde auf hawaii gedreht, ein paar folgen von charlies engeln und natürlich magnum. wer mehr über filme und serien auf hawaii wissen will, ist mit der international movie database sehr gut beraten. und um einer serie, die ich zur gleichen zeit wie die seefahrtsbücher geliebt habe, mehr raum zu geben, kommen wir nun endlich zu magnum, p.i.




netzschritt 5: magnum in hawaii
mit magnum-tv kommen wir auf eine weitere dieser selbstgemachten webseiten, bei denen sich assoziationen zur häuslichen einrichtung der macher geradezu aufdrängen. hier fliegen flokatis durch meine gedanken während ich mir die liste aller magnumfolgen mit ihren englischen und deutschen titeln ansehe.

mit einem weiteren schritt hin zu imdb soll nun die reise nach hawaii und zu magnum beendet werden. dort findet sich nämlich unter den quotes dieser wunderbare als voiceover gesprochene schlusssatz für unsere heutige reise:

"Hawaii is one of those places that keeps topping itself - just when you think you'll never see a sunset as beautiful, there comes a sunrise that even Gaughin can only imagine. It kind of makes unemployment easier to take."





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