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Kommentare [4]
29. März 2008

Hört Hamburg auf?

Wie steht es eigentlich um die Hamburger Musikszene? Im Gespräch mit Dodo Schielein und Heiner Metzger über die experimentelle, freie, neue Musikszene in Hamburg werden erstaunlich viele Parallelen zur Hamburger Off-Kunstszene deutlich. Es geht um das Selbstverständnis des seit 2004 aktiven Verbands der aktuellen Musik Hamburg, um den sich ca. 250 MusikerInnen gruppieren und der nun schon zum dritten Mal das Festival blurred edges veranstaltet (10. Bis 27. April 2008). Es geht um den Unterschied zwischen Intendanz und Koordination, um Container, die Ära Horáková, Kohle, uvm. Das Gespräch führte Rahel Puffert.

Rahel Puffert: Mich würde zunächst interessieren, wie ihr die Stadt Hamburg als Musikstandort einschätzt. Früher hatte Hamburg ja schon den Ruf, eine interessanter Ort für Jazz und auch neue Musik zu sein, auch konnte man hier immer wieder gute Rockkonzerte erleben – gilt das auch heute noch?

Dodo Schielein: Aus meiner Erfahrung der Neuen oder aktuellen Musik kann ich das nicht sagen. Ich bin aber auch nicht wegen der Musik nach Hamburg gekommen, sondern wegen der Bildenden Kunst und der HfbK und den damals hier ansässigen Professoren. In der Musik scheint mir Hamburg eher verwaist, und weit weg vom Puls der aktuellen Diskussion, im Unterschied zu Köln oder Berlin.

Heiner Metzger
: Die Hamburger Jazzszene hat zwar einige Räume für Konzerte, jedoch wird fast immer auf Eintritt gespielt, das heißt die Musiker bekommen ca. 70% der Eintrittseinnahmen, da kommen auch bei gutem Besuch kaum mehr als 40 Euro am Abend pro MusikerIn zusammen. Der NDR setzt auf „Solisten mit bekannten Namen“, das heißt, den langweiligen Mainstream, die Hamburger Jazzszene wird vom NDR nahezu komplett ignoriert. Viele Jazzmusiker haben Hamburg daher verlassen, oder sind außerhalb Hamburgs bekannter. Einige Versuche, das zu ändern, wurden schon vor Jahren zunichte gemacht. (1)

RP: Keine Infrastruktur, keine Räume zum Proben, keine Räume zum Auftreten, kein Publikum?

HM: Es gibt inzwischen einige Orte für improvisierte Musik: das „Forum Neue Musik in der Christianskirche“, die „Freitagsmusik“, den „h7-club für aktuelle musik“ in der „Blinzelbar“, die „Hörbar“ (mit Schwerpunkt elektronische Musik), Konzerte in der „Roten Flora“, im „Kulturforum“ -(Große Bergstraße) und im „Westwerk“ - alle Veranstaltungsräume werden von Musikerinnen organisiert.

DS: Aber in Hamburg habe ich zum ersten Mal diese Art von Musik gehört. Ich glaube, dass das Netzwerk an Leuten, die frei improvisierte Musik machen relativ groß ist. Nicht zu vergleichen mit Berlin, aber die Szene ist hier ansässig mit Leuten wie z.B. Birgit Ulher, die sich auch international einen Namen gemacht haben.

HM: Birgit Ulher hat acht Jahre lang das Realtime Music Meeting organisiert. 2001 hat sie dann erfahren, dass die Förderung gecanceled wird. Und dann war das vorbei. Acht Jahre waren an einem Wochenende international bekannte Musiker der freien Improvisationsszene da. Das war damals Dana Horákovás [Kultursenatorin in Hamburg 2001-2003] ignorante Art, die alles daran setzte, dass außer der ihr genehmen Musik nichts mehr gefördert wurde.
Und das Problem in Hamburg ist einfach, dass es keinen adäquaten Raum gibt...

DS: ...eine Art "White Cube" für die aktuelle Musik. Ein Raum, der die Möglichkei-
ten bietet, verschiedenste Konzertsituationen umzusetzen.Verband ohne Satzung oder VereinRP: Es gab offensichtlich Unzufriedenheit in der Musikszene derer, die randständigere, nicht geförderte Musik machen, Musik, für die es vielleicht auch ein spezielleres Publikum gibt. Da gab es eine Unzufriedenheit, offenbar aber auch eine Vernetzung? Wie war der Gründungsprozess des „Verbands für aktuelle Musik Hamburg“?

DS: Der ursprüngliche Gedanke entwickelte sich aus der Beobachtung, dass zwischen den einzelnen Gruppierungen der verschiedensten Richtungen der aktuellen Musik in Hamburg kein Austausch statt fand. Es gibt und gab zwar Orte wie die „Hörbar“, den „h7-club“, Festivals wie LudwigLust oder Realtime, und viele unterschiedliche Einzelpersonen, die inhaltlich viel miteinander zu tun haben, aber keine Plattform der Kommunikation hatten. Zum Teil aus persönlichen Gründen, zum Teil weil man von der Existenz der Anderen nichts wusste oder so sehr mit den eigenen Dingen beschäftigt war.
Durch die Zerfledderung in einzelne Gruppen existierte auch keine Übersicht für die Kulturbehörde. Es gab viele kleine Einzelprojekte, die keine sichtbare Lobby hatten. So wurden kontinuierlich die Gelder gestrichen. Das hat uns bewogen, den Versuch zu unternehmen, diese verschiedenen Gruppen und Interessen unter einen Hut zu bringen. Eine Kommunikationsplattform zu schaffen, die zeigt, wie viele Menschen diese Musik machen und eine Subkultur bilden, die Hamburg ziemlich prägt. Um im zweiten Schritt mit der Politik, sprich der Kulturbehörde z.B. über neue Fördermittel zu sprechen.

RP: Wie ist der Organisationsprozess dann verlaufen? Wie habt ihr euch gefunden, getroffen, gesammelt?

DS: Zunächst haben Michael Maierhof, Nina Polaschegg und Sebastian Berweck diese Idee des Zusammenschlusses formuliert und als Email versendet, um ein allgemeines Stimmungsbild zu erfassen, ob die Szenen an dieser Art der Kommunikation interessiert sind. Daraus entstand erstmal die 6er-Gruppe mit Gregory Büttner, Birgit Ulher und mir. Wir organisierten eine Musik-Messe, in der die Szenen ihre Arbeiten zeigen und sich kennen lernen konnte...

HM: ...die jeweilige Musik oder den Veranstaltungsraum, je nachdem ...

DS: Dazu haben wir die Presse eingeladen und Leute, die auf kulturpolitischer Ebene in Hamburg wichtig sind, um dort die Gründung des VAMH in Gang zu setzen. Nachdem wir unsere Vorhaben präsentiert hatten, wurde die Organisationsgruppe des Verbandes vorgestellt und von den Anwesenden als Vertreter der aktuellen Musik "gewählt".
Da Nina inzwischen nach Wien gegangen ist und Sebastian sich wieder mehr seiner Musik und dem Ensemble "trigger" widmet, sind jetzt Heiner Metzger und Sascha Lino Lemke in die 6er-Gruppe dazu gekommen.

HM: Es gibt keine Satzung, keinen Verein oder so etwas.

RP: Ihr seid also ein loser Interessensverband?

DS: Es gibt einfach sechs Leute, die sich bereit erklärt haben, die Arbeit zu machen.
Das Lied vom StadtmarketingRP: Ich kann mich erinnern, dass Ihr euch am Anfang auch immer mal getroffen und euch gegenseitig eure Sachen vorgespielt habt.

HM: Der »jour fixe« im Buttclub?

RP: Gibt es den noch?

DS: Nein, der wurde vor 1,5 Jahren eingestellt, weil das Interesse stark nachließ. Am Anfang waren diese Treffen sehr wichtig, um sich näher kennen zu lernen und vielleicht auch ein Gemeinschaftsgefühl zu entwickeln. Nachdem wir aber irgendwann allein da saßen, entstand die Idee, Leute von außerhalb einzuladen, die Vorträge über ihre Musik halten sowie die Möglichkeit eines gemeinsamen Festivals.

RP: Bevor wir zum Festival kommen – Was sind denn eure konkreten kulturpolitischen Forderungen? Habt Ihr so was wie ganz konkrete Anliegen? Oder geht es erst einmal darum, euch als Ansprechpartner oder Repräsentanten der Musikszene der Kulturbehörde gegenüber identifizierbar zu machen?

HM: Ja, jetzt in Bezug auf die Hamburg-Wahl – Also, ich würde sagen, dass die Förderungen der freien Musikszene, der ganze Bereich der E-Musik, dass die um einiges erhöht werden muss, und zwar unabhängig von Stadtmarketing-Prozessen. Es geht nicht an, dass Musiker genötigt werden, um überhaupt noch Auftrittsmöglichkeiten zu haben, in irgendwelchen Zusammenhängen aufzutreten, die eigentlich mehr mit Stadtmarketing als mit Musik zu tun haben. Und die längerfristige Forderung ist, dass es ein Zentrum für aktuelle Musik in Hamburg gibt, das auch institutionell als Raum funktioniert und über eine Leitung verfügt, die auf jeden Fall mit dem Verband zusammen arbeitet.

RP: Hamburg schmückt sich jetzt ja mit dem Bau der Elbphilharmonie. Es wird ja auch immer damit geworben, dass es dort Übungsräume und Veranstaltungs-
räume geben wird. Könnt Ihr euch vorstellen, euch da mit einzugliedern?

DS: Wir waren im Gespräch mit Christoph Becher, der in der Elbphilharmonie ist und den Verband sehr befürwortet. Die Räume in der Elbphilharmonie sind für unsere Anlässe viel zu groß und werden wohl nicht die Besucherzahlen bringen, die sich die Elbphilharmonie vorstellt. Aber das ist alles noch nicht zu Ende diskutiert.

HM: Es ist auch so, dass diese kleineren Räume, die da oft genannt werden, eigentlich hauptsächlich für Vermittlungsprojekte gedacht sind.

RP: Schulklassen?

HM: Schulklassen. Das liebste Kind der Kultursenatorin ist ja immer die Musikvermittlung, also Musikpädagogik usw. Wir hatten auch bei verschiedenen Treffen mit der Kulturbehörde schon formuliert, dass dieses Zentrum für aktuelle Musik an einem zentralen Ort sein sollte, dort, wo auch die Szene von Leuten ist, die Interesse dran haben.
Intermedia und das Problem der VermittlungRP: Dodo, du hast an der HfbK studiert und dich über die bildende Kunst mit Musik beschäftigt; auf jeden Fall gibt es da eine Verbindung. Und du sagtest auch, es geht dir um Bereiche, die eher am Rand sind, die vielleicht auch Übergänge darstellen zwischen verschiedenen Sparten. Das scheint mir etwas zu sein, das für euch eine Rolle spielt.

DS: Ich denke, diese Formen von Musik, über die wir jetzt sprechen, haben immer mit unscharfen Genres zu tun. Die komponierte Musik hat Einflüsse von elektronischer Musik, von Improvisation, von Nicht-Tönen und Geräuschen ebenso gibt es Verbindungen zum Pop, Jazz, Punk etc. und natürlich zur Tradition der komponierten Musik selbst. Auch in der improvisierten Musik spielen Querverbindungen zur komponierten Musik eine Rolle, wie z.B. der Umgang mit Klängen und Zeit.
Aber letzlich geht es in der Kunst oder Musik immer darum Neues zu finden. Nicht Altbewährtes zu bedienen, sondern auch mal über den Zaun zum Nachbarn zu schauen, um zu neuen Klängen, anderen Methoden und neuen Musiken zu kommen.
Da ich mich in beiden Bereichen, der bildenden Kunst und der Musik bewege, habe ich durch mein Interesse sowieso Überschneidungen. Aber eine Menge Leute aus dem Verband kommen aus sehr unterschiedlichen Bereichen. Daraus ergibt sich ein grosses Netzwerk von verschiedensten Genres die voneinander profitieren, und die Sparten wieder neu definieren können.

HM: Nun, ich denke auch, dass es Zusammenhänge mit der bildenden Kunst direkt gibt. Also John Cage war ja nicht umsonst auch einer der Ideengeber für die Fluxus-Bewegung und auch für die Performance-Bewegung. Das hat sich natürlich auch fortgesetzt, so dass viele von uns auch in diese Richtung weiterarbeiten und Ideen neu artikulieren. Insofern: Man will sich ja nicht selber festlegen – welchen Grund sollte man haben?

RP: Aber es ist schon so, dass die Vermittlungs- oder Veröffentlichungs-
instanzen, seien es jetzt die Ressorts der Kulturbehörde oder die Presse, einen ja immer wieder zwingen, sich festzulegen. Da gibt es ja dann diese Sparten: Musik oder Kunst und wenn man Glück hat, gibt es dann noch Unterscheidungen zwischen so genannter E-Musik, U-Musik usw. Das heißt, es gibt eine Struktur, die dem widerspricht, die man immer wieder neu sprengen oder porös machen muss.

DS: In der Kommunikation mit der Kulturbehörde ist das ein großes Problem. Sie versuchen über die Muster der bekannten Sparten zu verstehen was wir machen, um auch nachzuvollziehen was wir brauchen. Leider wurde die Stelle für Ernste Musik von Helmut Tschache in der Kulturbehörde nicht wieder neu besetzt, sondern von Riekje Weber von der Unterhaltungs-Musik mit übernommen. Das Verständigungsproblem besteht darin, dass Riekje Weber [Mitbegründerin des Rockbüros] gar nicht im Genre der aktuellen Musik zu Hause ist, deshalb hat die Kommunikation mit der Kulturbehörde erstmal viel mit der Klärung von Begriffen der Neuen Musik zu tun. Das macht die Zusammenarbeit zusätzlich schwierig.
Harte FaktenRP: Wie ist denn jetzt konkret die finanzielle Lage? Es gab ja mal ganz gute Zeiten. Ich habe was von 550.000 DM pro Jahr gelesen...

HM: 550.000 DM gab es Anfang der 90er Jahren für die E-Musik. 2002 waren die Fördermittel schon auf 100.000 Euro geschrumpft und dann unter Horakova auf 50.000 Euro. Daran hat sich in der Zwischenzeit nichts geändert. Wir hatten mal ein Treffen vom Verband mit einem Vertreter der Kulturbehörde, der für Musik zuständig ist. Und seine erste Aussage war: Was können Sie uns vorschlagen, was kein Geld kostet?
Na, man sieht es ja auch an der Projektmittelvergabe für dieses Jahr. 32 Anträge aus der gesamten E- Musikszene (Chöre, Ensembles, Musikinitiativen, Einzelprojekte, u.a.) wurden gestellt für diese 50.000 Euro und 17 wurden für Wert befunden, dass sie Geld bekommen. Und das fördert natürlich auch eine gewisse Dissoziation der Musikszene. Wenn ein Projekt mehr bekommt als zuvor, fängt das Gemauschel an. Und zum Teil wurde auch der Verband schon dafür kritisiert, dass er überhaupt Geld beantragt, weil das dann bei anderen fehlt. Und das ist ein unhaltbarer Zustand, dass interessante Projekte sich gegenseitig in so eine Konkurrenzsituation bringen lassen und alle Verlierer sind, weil einfach die Summe so minimal ist. Man kann es ja ausrechnen. 50.000 geteilt durch 17, das sind ca. 2.900 Euro für jedes Projekt. Was kannst du damit anfangen?!

DS: In der Musik wird das auch ganz schnell wenig, wenn man nicht selber spielt, wenn man MusikerInnen einlädt und Leute mobilisiert, die dann üben müssen und davon auch leben wollen.
„Unscharfe Kanten“RP: Die ersten Schritte des Verbandes begannen 2004, und ihr habt dann 2006 zum ersten Mal das Festival blurred edges gemacht.

DS: Die Idee zu dem Festival hat sich aus der Verbandsarbeit ergeben. blurred edges ist ein Zeitfenster, in dem sich die Hamburger experimentelle Musikszene repräsentiert. Das heißt, dass die einzelnen MusikerInnen, VeranstalterInnen, KoordinatorInnen in dieser Zeit Konzerte, Ausstellungen, Performances machen können, die über den Verband publiziert und beworben werden. Wir leisten als Verband die Kommunikationsarbeit. Wir machen den Flyer und die Kontakte nach außen. www.vamh.de

HM: ...terminliche Koordination, soweit es geht.

DS: Innerhalb dieses Zeitraumes ist es möglich, konzentriert zu zeigen, was es hier in Hamburg an Subkultur gibt: wie viele Institutionen, wie viele unterschiedliche Musiken, wie viele unterschiedliche Leute, wie groß die Szene ist, die man sonst nur in vielen kleinen Projekten zu sehen bekommt.

HM: Parallel gibt es nun schon seit Oktober 2005 eine Website, auf der die MusikerInnen, die im Verband organisiert sind, ihre Veranstaltungen ankündigen können, wo ein Kalender und ein Forum ist und wo wir auch die Möglichkeit haben, Neuigkeiten anzukündigen.

RP: Und das Festival, ist das eine rein lokale Geschichte oder gibt es auch Leute, die das nutzen, um Leute von außerhalb einzuladen?

HM: Das hat sich eigentlich dahingehend gesteigert, dass manche die VeranstalterInnen und auch MusikerInnen das Festival zunehmend zum Anlass nehmen, Leute von außerhalb einzuladen. Vorletztes Jahr war z.B. Keith Rowe da, der als einer der Begründer der neueren Improvisationsmusik gilt, letztes Jahr John Butcher. Beide wären ohne das blurred edges-Festival nicht nach Hamburg gekommen. Dann wird dieses Jahr (2008) Christian Wolff kommen, der noch bei John Cage studierte, und zu dem Kreis um John Cage mit Earle Brown, Morton Feldmann und David Tudor gehörte. Was dieses Jahr auch neu ist, ist die Gruppe, die den Verband macht, sich als „Projektgruppe aktuelle Musik“ gegründet hat, um auch im Rahmen von blurred edges Konzertveranstaltungen mit einem eigenen Profil zu machen.

RP: Ihr habt ja vorhin gesagt, dass es eigentlich einen Veranstaltungsraum bräuchte. Wo findet das Festival blurred edges denn statt? Was für Räume könnt ihr nutzen?

DS: Orte, an denen diese Veranstaltungen sowieso in Hamburg stattfinden: in der „Hörbar“, im „h7-club, im „Westwerk“, im „Fleetstreet-Theater“, der Musikhoch-
schule, in der „Christanskirche“. Jeder Veranstalter entscheidet selbst an welchen Orten seine Konzerte gespielt werden. Das ist das Tolle an dem Festival, dass es eine sehr autonome Herangehensweise gibt, was gezeigt, wie es gezeigt und wo es gezeigt wird. Dieses Jahr werden auch Off-Räume von der bildenden Kunst wie "Walk of Fame" oder "SKAM" bespielt. Letztes Jahr war die Resonanz auf das Festival unglaublich groß. Es kamen Gäste aus Berlin, es gab einen 5-seitigen Artikel in den "Positionen", der Zeitschrift für aktuelle Musik, eine einstündige Radiosendung im Deutschlandradio, ein Feature im Deutschlandfunk sowie Konzert-Live-Mitschnitte vom FSK.

RP: Du hast den Artikel in den „Positionen“ (2) erwähnt. Da betont ihr sehr, dass eure Organisationsstruktur basisdemokratisch ist bzw. dass ihr kein Intendanzmodell habt. Daran haltet ihr fest und habt damit offensichtlich auch gute Erfahrungen gemacht?

DS: Sagen wir - gemischt. Die persönlichen Vorlieben werden natürlich nicht immer bedient. Also, es gibt Konzerte, die einem nicht gefallen, die unterschiedliches Niveau haben, aber das ist eben so. Das ist einfach die Szene in Hamburg.

HM: Dadurch, dass wir nicht sagen, wir sind die KuratorInnen, sondern wir sind die KoordinatorInnen, lastet praktisch die Verantwortung, was ästhetisch zu vertreten ist und welche Qualität es hat, auf den VeranstalterInnen oder den MusikerInnen. Das könnten wir auch gar nicht leisten. Dann müssten wir eine wahnsinnige Jurierungsarbeit leisten, die für den Zusammenhalt der Szene ein Problem wäre, weil das eine Diskussion in Gang setzen würde, die noch ziemlich in den Kinderschuhen steckt. Es gibt ja auch keine lebendige Musikkritik oder Auseinandersetzungen über ästhetische Fragen in der Musik, was ich auch als ein Problem ansehe. Und wenn diese Fragen mal angesprochen werden, dann wird das meistens als Konkurrenzdiskussion verstanden und nicht als Möglichkeit, seine Position zu formulieren und vielleicht auch auf neue Aspekte in der Diskussion zu kommen.

RP: Gut, aber ihr habt ja auch zunächst einmal nur den Anspruch formuliert, diese Szenen zusammenzuführen. Habt ihr denn den Endruck, dass hier inzwischen was in Bewegung geraten ist?

DS: Ja, auf jeden Fall. Durch diese Zusammenarbeit sind wieder neue Türen geöffnet worden. Aber man darf nicht unterschätzen, wie problematisch es trotzdem ist, weil nicht unbedingt alle in diesen Szenen grün miteinander sind. Jeder versucht, seine Grenzen zu behalten, anstatt über Gespräche etwas zu gewinnen. Die Angst, dass durch den Verband die musikalischen Haltungen in einer Suppe verrührt werden, ist doch noch groß. Aber unsere Lobbyarbeit wird inzwischen sehr begrüßt.

RP: Eigentlich müsste man ja erwarten, dass sich die Hochschulen, die Musikhochschule oder die HfbK unter Umständen auch genau an diesen Stellen für die Szenen interessiert. Also gerade wenn es darum geht, ästhetische Kriterien zu reflektieren oder einen Diskurs um diese Praxen zu etablieren. Wie sind denn da die Verbindungen?

HM: Die Personen, die jetzt von der Hochschule aus agieren, haben mit der tatsächlichen agierenden Musiker- und VeranstalterInnenszene relativ wenig zu tun, die kennen außerhalb der Hochschule nur wenig. Da ist wirklich ein Problem. Die haben zwar ihre hochschulinternen Veranstaltungen, aber das, was in den Veranstaltungsräumen in Hamburg stattfindet, wird nur selten besucht bzw. zum Teil auch als Konkurrenz wahrgenommen. Jetzt hat die Musikhochschule wieder eine besondere Position, weil sie von der Bundeskulturstiftung von der Hamburg einen Zuschlag bekommen hat für das Netzwerkprojekt „KLANG!“. Von einem Institut in der Musikhochschule wird die Organisation und Mittelvergabe verwaltet. Was natürlich eine ziemliche Festlegung auf die Vergabe dieser Mittel bedeutet.

RP: Kannst Du das noch mal erläutern? Wieso fördert die Bundeskulturstiftung die Hamburger Musikszene? Wer hat das beantragt?

DS: Das war ein Wettbewerb, der letztes Jahr ausgeschrieben war, bei dem sich bundesweit Institutionen um Gelder bei der Bundeskulturstiftung bewerben konnten. Dabei ging es um Ideen, wie experimentelle Musik vermittelt werden kann. Weil auch da gemerkt wurde: man kommt nur an ein Publikum für experimentelle Musik, wenn im Vorfeld Vermittlungsarbeit geleistet wird. Vereine, Institutionen und Einzelgruppen konnten sich bewerben

HM: Das nennt sich „Netzwerk Neue Musik“. Und wir hatten im Vorwege schon gedacht, als Verband für aktuelle Musik passen wir eigentlich bestens für dieses Konzept und waren schon am überlegen, uns selbst da zu bewerben mit eigenen Vorstellungen. Bei einem Austausch mit der Kulturbehörde darüber wurde uns gesagt, wir sollten das doch lieber nicht machen, es gäbe da eine hamburgweite Bewerbung. Bei einem Treffen in der Musikhochschule mit der Kultursenatorin wurde ein Antragsentwurf des „Instituts für kulturelle Innovation“ vorgestellt, das in der Musikhochschule angesiedelt ist. Das wurde aber größtenteils nicht sehr positiv aufgenommen von den eingeladenen Vertretern der Musikinitiativen und Professoren und wurde ziemlich kritisiert. Das Projekt nannte sich damals „Sounds unlimited“ und sollte in Gestalt eines Containers, der an verschiedenen Orten in Hamburg aufgestellt wird, Präsenz in Hamburg bekommen. Diese Idee hat sich dann so ein bisschen verändert. Dann hieß es, glaube ich: „Hamburg, das Tor zur Musik“ oder so ähnlich...

DS: Und jetzt heißt es nur noch „KLANG!“.

HM: „Hamburger Projekt KLANG!“, genau. Und die Container-Idee ist geblieben.

DS: Ja, das war die Bedingung von der BKS, weil sie diese Idee so toll fanden...

RP: Das greift um sich mit diesen Containern...

DS: Diese Idee ist so alt, das man kaum darüber nachdenken kann, wie alt sie ist. Als ich vor 15 Jahren nach Hamburg kam, gab es sie schon in der bildenden Kunst. Jedenfalls war der Container die Voraussetzung dafür, dass Hamburg überhaupt Geld bekommt und deshalb musste diese Idee beibehalten werden. Und dann kam Hamburg eben in die engere Auswahl...

HM: Also das hatten wir nicht vermutet, weil wir dachten, das Konzept sei so schlecht, das könnte keinen Erfolg haben bei einer bundesweiten Ausschreibung. Bei dem Projekt KLANG! ist es so, dass blurred edges und drei andere Projekte („Klangwerktage“, „Klub Katarakt“ und „Konfigurationen“) als so genannte Shortfestivals beteiligt sind, die dann gefördert werden sollen durch die Bundeskulturstiftung. Den Namen „Shortfestival“ hat sich das „Institut für kulturelle Innovationsforschung“ ausgedacht, wir wurden darüber erst informiert, als der Antrag schon geschrieben war. Von der Bundeskulturstiftung werden 550.000 Euro für 4 Jahre bewilligt, mit der Auflage, dass derselbe Betrag noch einmal von der Kulturbehörde oder eben durch Stiftungen aufgebracht wird. Das sind insgesamt immerhin 1,1 Mio. Euro. Aber wenn man den Projektantrag anschaut, dann wird deutlich, dass es in erster Linie um die Bewerbung der Elbphilharmonie geht.

RP: Also, auch da wieder Stadtmarketing.

DS: Das war wohl auch der Anlass, warum Karin von Welck unbedingt wollte, dass Hamburg diesen Zuschlag bekommt.

HM: Vielleicht als Anekdote: Es gab dann eine Einladung der Kulturbehörde an die Jury der Bundeskulturstiftung nach Hamburg, zu der wir auch eingeladen wurden, bzw. die Vertreter der Initiativen und KomponistInnen. Und was hat sich KB ausgedacht? Eine Fahrt mit der Senatsbarkasse durch den Hafen, bei der inhaltlich überhaupt nichts von dem Konzept zur Sprache kam. Das einzige, was dargestellt wurde, war der aktuelle Baustand der Elbphilharmonie.

RP: Wo würdet ihr denn das Problem verorten? Vorhin sagtest du, dass Stellen nicht nach besetzt werden und dass diejenigen, die Verwaltungspositionen haben, vielleicht auch gar nicht unbedingt inhaltlich so kompetent scheinen oder dass es auf jeden Fall ein Sprachproblem, eine Vermittlungsproblem gibt.

DS: Zum Teil ja, zum Teil hat das grundsätzlich mit dem Sprechen über aktuelle Musik zu tun. In Hamburg empfinde ich das extrem antiquiert. Was an der Musikhochschule z.B. an zeitgenössischer Musik gelehrt wird, habe ich immer als armselig empfunden. Als würden Jackson Pollock, Marc Rothko oder Joseph Beuys dem Stand des aktuellen Kanon in der Kunst entsprechen. Das sind natürlich wichtige Künstler, sie haben aber nicht so viel mit dem jetzigen Diskurs zu tun.

HM: Wenn man mit Vertretern der Kulturbehörde über die Fördersumme spricht, dann ist die Forderung nach einer Erhöhung ein Tabu. Die Mitarbeiter klagen selber, dass es so wenig ist. Aber ich habe sie schon darauf angesprochen – macht doch mal einen Streik oder macht das mal publik, formuliert wenigstens, dass da ein Bedarf ist – aber anscheinend ist dort alles so bestimmt von wirtschaftspolitischen Verteilungskriterien, dass da keine Diskussion stattfinden kann. Bei einer Wahlkampfveranstaltung, mit Michael Naumann (SPD), Marcus Weinberg (CDU) und Christa Goetsch (GAL), hatte ich deutlich gemacht, dass das einfach ein Skandal ist, diese 50.000 Euro, und dass man sich im Gespräch mit MusikerInnenn aus anderen Städten ein großes „Was? Das kann doch nicht sein!“ abholt, weil diese Summe so gering ist. Und da hat wenigstens Michael Naumann zugesagt, dass er den Kulturetat von 2,5 Prozent auf 3 Prozent erhöhen will, wenn die SPD an die Regierung kommt. Der Vertreter der CDU konnte dazu gar nichts sagen, und Christa Goetsch hat beklagt, dass die Geschichtswerkstätten auch keine Förderung bekommen. Durch Horakova wurde ja das Geld für die Geschichtswerkstätten gestrichen, und u.a. auch für das Frauenmusikzentrum.
Für wen?RP: Was habt ihr eigentlich für ein Publikum, gibt es Nachwuchs, wer kommt?

DS: Meinst du jetzt in Bezug auf Zuhörern oder in Bezug auf praktizierende MusikerInnen?

RP: Vielleicht bedingt sich das auch gegenseitig. Es ist ja sehr wahrscheinlich eine Arbeit von MusikerInnen für MusikerInnen.

DS: Durch die Homepage kommen immer wieder neue Leute aus unterschied-
lichsten Bereichen zu den Konzerten. Jeder, der sich für die Szenen interessiert, kann uns per Mail schreiben und wir versuchen die richtigen Kontakte zu knüpfen. Sonst machen wir keine gezielten Förder- oder Vermittlungsprogramme.

HM: Was ich z.B. über den „h7-club für aktuelle musik“ mitbekomme ist, dass immer wieder Leute kommen, die ganz erstaunt sind und die das als Anlass nehmen, das, was sie in den Schubladen schon vorbereitet haben, vielleicht auch mal einer Öffentlichkeit vorzustellen. Und es gibt ja z.B. eine Szene für Neue Musik. Wenn da Veranstaltungen stattfinden, z.B. vom NDR organisiert, dann ist da schon ein Stammpublikum von mindestens 400 Besuchern. Und die sind dann ganz froh über einen Hinweis über die Verbandswebseite oder einen blurred edges-Flyer und auch daran interessiert, das zu hören und sich damit auseinanderzusetzen. Bei blurred edges geht das musikalische Spektrum von moderner Musik bis zur aktuellen Improvisationsmusik, von der experimentellen elektronischen Musik bis zu ganz aktueller komponierter Musik. Aber das ist praktisch etwas, das sich auch über unsere Arbeit neu gestalten muss, dass es überhaupt wieder eine Öffentlichkeit gibt für diese Musik. Und wir sind immer dran, das zu versuchen.



(1) Zum Hintergrund:
Für den Bereich Jazz kann ich etwas dazu sagen, auch weil ich vom Frühling 2000 bis Herbst 2001 im Vorstand des Jazzbüros war. Das Jazzbüro wurde 1995 von den Vereinen „JazzHaus“, „TonArt-Hamburg“ und „Jazz Culture“ gegründet als Dachverband um „die Jazzmusik in Hamburg bzw. die Hamburger Jazzmusik zu fördern...“ Und da gab es immer Diskussionen darüber, inwieweit aktuelle improvisierte Musik oder solche die eher an den Rändern des Jazz anzusiedeln ist, im Programm der Jazzbüro Veranstaltungen vorkommen können. Und diese Diskussionen wurden dann durch eine Veränderung der Vereinsstruktur des Jazzbüros radikal beendet. Da wurde der Musikerinitiative TonArt-Hamburg e.V. vereinsschädigendes Verhalten vorgeworfen und mit diesem Vorwurf der Ausschluss von TonArt aus dem Jazzbüro begründet (28.1.2002). Die Umwandlung des Jazzbüros von einem Dachverband dreier Musikerinitiativen in einen Personenverein mit hierarchischer Struktur fand Unterstützung bei der Kulturbehörde. Nun bestimmt der Vorstand, wer in das Jazzbüro aufgenommen wird. Und insofern hat sich da eine Politik durchgesetzt, die eher den Mainstream bedient. Die unbequemen Musikerinnen wurden von der Mitarbeit ausgeschlossen, das Jazzbüro zum Stadtmarketing-/Tourismusbüro umfunktioniert. Man muss wissen, dass das Jazzbüro eine Summe von 42.000 EUR (2007) von der Kulturbehörde bekommt. Da herrscht eine gute Zusammenarbeit und mit dem Geld hat die Kulturbehörde auch den Einfluss. Damals war unsere Kritik am Jazzbüro, dass kaum Optionen erarbeitet werden, die Situation der MusikerInnen in Hamburg zu verbessern. Das heißt, es gab ein Festival „Jazz in Hamburg“ (Anfang August in der Konzertmuschel in Planten und Blomen - seit 1996) – inzwischen sind es zwei – wo die Hamburger Musiker mit Gagen von damals 150 DM auftraten. Die Situation in Bezug auf Proberäume hat sich eher verschlechtert. Als zweiten Jazzclub gibt es jetzt das „Stellwerk“, ein über eine Stiftung und Förderverein finanzierter Jazzclub in Harburg. ... Das wurde ja groß angekündigt auch mit Unterstützung der Kulturbehörde. Wir haben uns alle gewundert, dass sowohl Ole von Beust als auch Karin von Welck bei der Eröffnung anwesend waren. Was die neuere improvisierte Musik anbelangt, war Hamburg bis vor wenigen Jahren für viele Musikerinnen aus anderen Städten und Ländern fast ein weißer Fleck auf der musikalischen Landkarte. Seit fast 20 Jahren bemüht sich TonArt- Hamburg um mehr Konzerte mit improvisierter Musik in Hamburg; bis 2001 mit einigem Erfolg auch dank der engagierten Arbeit von Peter Niklas Wilson, einem international bekannten Musiker und Musikwissenschaftler [eine Liste seiner Publikationen bei: www.tonart-hamburg.de], der Ende 2003 starb.

Nachdem Dana Horakova vom CDU/Schill Senat 2001 zur Kultursenatorin ernannt wurde, kam die große Streichungswelle. Nach der Devise „Keine Förderung von Konzerten mit weniger als 100 Besuchern“ wurde fast allen Musikerinitiativen die ohnehin minimale Förderung gestrichen. Und als 2003 der für E-Musik zuständige Referent der Kulturbehörde Dr. Helmut Tschache in Ruhestand ging, wurde die Stelle nicht neu besetzt und der Kontakt zur Kulturbehörde deutlich schwieriger...

(2) Gisela Nauck: Blurred edges, in: Positionen. Beiträge zur neuen Musik, Heft 71 "Crossover", Mai 2007


Kommentare [4]
*durbahn schrieb am 30.03.2008 20:23

danke!
fühle mit kompakt und gut über abläufe informiert,
die in ihrer art schon fast wie ein klassisches verlaufsdiagramm anmuten.
*durbahn

John Eckhardt schrieb am 03.04.2008 16:34

Großen Respekt für Eure Arbeit und für Euer Engagement! U.a. auch angesichts solch trostloser Zustände...

hhossmann schrieb am 10.04.2008 11:36

Ein erhellendes (und in der Sache deprimierendes) Interview. Die Parallelen zur Bildenden Kunst sind frappierend. Allerdings scheint in der neuen Musik alles noch schlimmer. Zu fürchten ist: die Elbphilharmonie wird auf lange Zeit eine finanzielle Förderung aller Projekte durch die Kulturbehörde, die nicht im Kontext zu diesem Millionengrab stehen, unmöglich machen.

Verantwortlich für den Kulturzerfall in Sachen neuer Musik sind aber nicht nur die Kulturbehörde und die durch sie repräsentierte hamburger Kulturpolitik. Auch die mit reichlich Geld ausgestatteten großen Institutionen in Hamburg, NDR, Staatsoper und die Hamburger Hochschulen haben kontinuierlich seit vielen Jahren ihr früheres Engagement in Sachen Neuer Musik zurückgefahren. Die Zeiten, in denen sie sich mit der Vergabe von Aufträgen an der Entwicklung der Musikkultur und der Neuen Musik beteiligt haben, sind lange vorbei. Veranstaltungen im Neuen Werk und in der Opera Stabile haben nur noch Alibifunktion.

Gut dass es The Thing und die Echoliste gibt. So habe ich vom BLURRED EDGE Musikfestival erfahren und freue mich vor allem auf die Konzerte mit Christian Wolff, dem bedeutenden Musikpionier und Cageschüler, von dem ich nicht erwartet hätte, dass er sich in die „Musikstadt Hamburg“ verirren könnte.

Heiko schrieb am 29.05.2008 13:06

Ich stimme den Ausführungen zur desolaten Situation der Musikszene Hamburgs weitestgehend bei. Hamburg hat diese dubiose Eigenschaft, einige wenige Leuchtturmprojekte (z.B. Elbphilharmonie) mit großem Pathos und Geldeinsatz aus dem Boden zu stampfen. Die "Alltäglichkeit" von Musik hingegen wird weitestgehend ignoriert. Das betrifft nicht nur die Neue, Ernste, Improvisierte oder Jazz-Musik. Das geht auch den normalen Rockclubs so.
Zur Anmerkung 1 muß ich aber um Richtigstellung bitten: das Stellwerk bekommt weder von einer Stiftung noch von der Behörde Geld. Auch wir sind ein gut 15köpfiges "selbstausbeuterisches" Team, das völlig ehrenamtlich arbeitet und dem modernen Jazz einen Raum geben will.
Dass zur Eröffnung im Dez. 2005 der Bürgermeister von Beust zugegen war, hat mit uns nichts zu tun gehabt. Und die Kultursenatorin kam aufgrund einer Einladung unsererseits zu einer Podiumsdiskussion zum Thema "Jazz in Hamburg", wo wir ähnliche Fragestellungen erörterten. Und zugegebenermaßen: von den vermeintlichen "Aktiven" der Hamburger Jazz-Szene kam nicht viel mehr als die Forderung nach mehr Geld.
Grüße,
Heiko

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