»wieder sehen«: Kleine Retrospektive Feministischer Filme aus den 1970er und 1980er Jahren

Die Frauengruppe „woMentalk“ zog letztes Jahr um in das Medienpädagogik Zentrum (mpz) im Schanzenviertel und beendete damit gleichzeitig ihre über Jahre gut besuchte Veranstaltungsreihe im Museum der Arbeit.
Im mpz zeigen nun Elisabeth von Dücker, Rita Lubinsky, Ulrike Gay und Ulrike Schaz Dokumente aus der Zeit der Neuen Deutschen Frauenbewegung. Das mpz wurde 1972 gegründet und existiert durchgängig bis heute. 1976 war ein Jahr, in dem auch in Hamburg viele feministische Projekte entstanden. Filme wurden landesweit in Videoläden und an Kunsthochschulen produziert, ebenfalls an der HfbK Hamburg. Sie hatten den „anderen Blick“ von Frauen und eine feministische Ästhetik zum Inhalt, vor allem aber den Widerstand von Frauen.

Wie nehmen wir diese Filme heute wahr – 30 Jahre später? Was erzählen sie über das damalige feministische Selbstverständnis und den Umgang mit Filmästhetik? Wie wirken sie heute auf die Generationen, die diese Zeit der SDS-Frauengruppen, Gesundheitsläden, Selbstuntersuchungsgruppen, Medienzentren, Gründung von Frauenhäusern und Frauennotruf nicht miterlebt haben?

Die kleine Retrospektive beginnt am Donnerstag, den 8.Mai um 19.30 Uhr mit dem 80-minütigen Video Küchengespräche mit Rebellinnen aus dem Jahr 1984, von der Medienwerkstatt Wien. Drei Widerstandskämpferinnen berichten je einzeln am Küchentisch von ihrer oft lebensbedrohlichen, antifaschistischen Arbeit im Dritten Reich. Ihr Minenspiel zeigt die Anstrengung der Erinnerung an blutende Gesichter von Gefolterten oder misslungene Selbstmordversuche in der Haft. Der 8.Mai ist der Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus und der Beendigung des 2.Weltkrieges.

Am 5.Juni um 19.30 Uhr wird der Film Kampfansage – Zornige Frauen 68 von Hannelore Schäfer aus dem Jahr 1988 gezeigt. 20 Jahre nach 1968 wird bilanziert: Interviews mit Beate Klarsfeld, Antje Vollmer, Helke Sander und anderen vermitteln als Oral History ein ernüchtertes Fazit jener Zeit, im Gegensatz zum derzeitigen Hype um die 68er im Fernsehprogramm.

Die dritte und letzte Veranstaltung in dieser Reihe findet statt am 3.Juli um 19.30 Uhr und zeigt zwei Videos aus Hamburg von 1976. Was hat es uns gebracht? – Zum Jahr der Frau 1975, ein 20-minütiges Video des mpz, konfrontiert den Alltag von Frauen jener Zeit mit den hehren Ansprüchen, die im Internationalen Jahr der Frau von Justiz und Politik beispielsweise formuliert wurden.
Als ob die das beurteilen können, ein 55-minütiges Video von Dörte Eißfeldt, Gisela Schanzenbach und der Frauengruppe der HfbK Hamburg, zeigt eine Dokumentation über Abtreibung und das Postulat eines Rechtes auf Selbstbestimmung.

Ort: mpz, Susannenstrasse 14 c/d, Hinterhof, 20357 Hamburg

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